Am heutigen Freitagabend geht die Berlin-Liga mit dem Auftaktspiel zwischen Aufsteiger BFC Preussen und SC Charlottenburg in die neue Saison. Das Favoritenfeld ist breit aufgestellt, der heißeste Kandidat auf den Aufstieg kommt aus Reinickendorf.

2019 noch gemeinsam aus der Verbandsliga abgestiegen, treffen BFC und SCC erstmals seither im Ligabetrieb aufeinander. Mit namhaften Zugängen wie Christoph Menz, Sebastian Huke oder Gelicio Banze bestückt, sind die Preussen keineswegs ein typischer Aufsteiger. Mit der Thomas-Häßler-Elf ist zu rechnen. Gegner Charlottenburg kommt indes aus einem Umbruch. Gleich acht Spieler folgten ihrem Trainer Kai Brandt von Al-Dersimspor an den Eichkamp.

Als Top-Favorit werden die Füchse gehandelt. „Wir wollen unter die ersten drei“, untermauert Trainer Ümit Ergirdi die Ambitionen. Dabei stehen zum Auftakt gleich zwei Spitzenspiele an. Zunächst geht es zu SD Croatia, ehe der Berliner SC in Reinickendorf gastiert. Die Wilmersdorfer mit neuem alten Trainer Fabian Gerdts kommen aus der besten Saison der Vereinsgeschichte und melden ebenfalls Ambitionen auf die oberen Plätze an.

Foto: Matthias Koch

Zum Auftakt empfängt der BSC Türkspor. Am Heckerdamm war im Sommer jede Menge Betrieb. Erst spät wurde in Tuurjalai Zazai der Trainer gefunden, der einen Umbruch moderieren musste. Zazai ist dennoch voller Vorfreude, sieht die Liga aufgrund der Verstärkungen von Teams wie Preussen oder Sparta Lichtenberg als „stärkste Berlin-Liga aller Zeiten“. Der Kader Türkspors ist jung und spät zusammengestellt. Daher lautet das Ziel Klassenerhalt. Und Zazai „will die Großen ärgern“.

Der amtierende Vizemeister Frohnauer SC komplettiert das Feld der Favoriten gemeinsam mit Oberliga-Absteiger Stern 1900 und Sparta Lichtenberg. Die Spartaner schossen in der abgelaufenen Saison passend zum 111-jährigen Vereinsbestehen 111 Tore. Kommt die Tormaschine der Liga wieder ans laufen, ist alles möglich für die Spartaner.

Nicht zuletzt aufgrund des großen Adlerlasses wird es für Al-Dersimspor schwierig. Auch Aufsteiger LBC kann nur den Klassenerhalt als Ziel haben, genau wie Stern Marienfelde, wo Top-Torschütze Dennis Dort ersetzt werden muss. Auftaktgegner Rudow kann im Mittelfeld erwartet werden, ähnlich wie Hilalspor, wo ein Sommer mit nur wenigen Kaderbewegungen symptomatisch für die ruhige Arbeitsweise um das Trainerteam von Isvan Demir steht. Mariendorf, SpaKi und Wilmersdorf komplettieren das Feld derer, denen ein Mittelfeldplatz absolut zuzutrauen ist. Den SV Empor kann man durchaus in höheren Sphären erwarten.

Titelbild: Christoph Lehner