Wenn aus einem 1000-Einwohner-Dorf mehr als 1000 Fans zum Hallenmasters nach Kiel fahren und ihr Team, den SV Todesfelde, ins Finale peitschen, handelt es sich nicht um einen Rechenfehler, sondern um das, was Amateurfußball im Herzen ausmacht: Die Jungs und Deerns aus „Deathfield“ zeigen, dass es nicht nur auf dem Platz um alles geht, wenn zwischen Fahnen basteln, logistischer Meisterleistung, Malle-Hits und urigem Vereinsleben die ganz große Gänsehaut-Stimmung aufkommt. Eigentlich ist es nur einen Tag, den Regisseur Paul Gredig hier mit der Kamera einfängt, aber es fühlt sich an wie ein ganzes Fanleben. Das Ergebnis: Ganz Tofe fährt nach Kiel!

Der Aufstieg in die Regionalliga ist dem Oberligisten SV Todesfelde zwar nicht gelungen – in den Relegationsspielen setzten sich Kickers Emden und der Bremer SV durch. Doch schon bevor die Spiele stattfanden, gab es in Todesfelde allen Grund zur Freude, als Regisseur Paul Gredig mit seinem Film „Ganz Tofe fährt nach Kiel“ den Publikumspreis „Goldene 11“ beim 11mm Filmfestival abräumte. Die Fußball-Woche war auch in diesem Jahr Medienpartner des Internationalen Fußball-Fim Festivals in Berlin.

Paul Gredig, der in Berlin wohnt, nahm den Preis für die Dokumentarfilm-Produktion offensichtlich sehr überwältigt persönlich entgegen. Derr Regisseur begleitet in seinem Film die hingebungsvollen Fans des SV Todesfelde auf dem Weg zu einem Hallenfußballturnier in Kiel, wo sie ihren Verein ins Finale peitschen. Der Film, der beim Festival Premiere feierte, ist nun auf www.blaugelbtor.de und auf der Plattform YouTube zu sehen.

Titelbild: 11mm