08.10.2014

„Verspätete“ Punkteteilung

Erst mit einer halben Stunde Verspätung wurde angepfiffen. Die Hannoveraner standen bei der Anreise zunächst im Stau, um dann nach der Vollsperrung auf der Autobahn zwangsläufig eine Umleitung zu fahren. Die verlängerte Anreise schien den Niedersachsen aber besser bekommen zu sein als den Berlinern die unerwünschte Wartezeit.

Denn es war die Gäste-Elf von Trainer Daniel Stendel, die mit viel Offensivdrang begann und bereits in der 4. Minute in Führung ging. Der laufstarke Torschütze Polomka beindruckte zusammen mit dem technisch begabten und im Aufbau Übersicht beweisenden Sarenren-Bazee immer wieder Herthas Defensivreihe.

Zuerst löste sich bei Torunarigha, Mittelstädt und dem im weiteren Verlauf im Zweikampf undiszipliniert werdenden Kauter die Verkrampfung nach dem Rückstand. Zunehmend bestimmten dann Rausch, Pelivan und Brömer gemeinsam mit Blumberg und Jensen das Spiel. Lediglich der schnelle Ausgleich wollte nicht gelingen, weil Kauter zweimal sowie Brömer mit platzierten Schüssen an Torhüter Rehbein oder an den Verteidigern Anton und Hübers scheiterten. Befreiende Wirkung hätte eigentlich Rauschs Ausgleichstreffer kurz vor der Pause haben müssen.

Die Herthaner, trainiert von Ex-Profi Michael Hartmann, ergriffen nach dem Seitenwechsel auch prompt die Initiative. Nur die nunmehr vermehrt über den Platz schallenden Anweisungen ihres Coaches, entschlossen den schnellen Abschluss bei ihren Kombinationszügen zu suchen, fanden bei den Spielern kein Gehör. Wenngleich sich im Schlussdrittel, als Hannover Ermüdungserscheinungen zeigte, die Entscheidung zugunsten der Berliner anzubahnen schien. Rausch jedoch hatte Pech und traf die Latte (58.), während Brömer (Kopfball) und Bektic (Flachschuss) das Tor knapp verfehlten. Zuvor war Kauter von Trainer Hartmann aus Sorge vor einer Gelb-Roten Karte vom Feld genommen worden. Herthas Offensivkraft hatte in einigen Szenen die Grenzen des Erlaubten im Zweikampf überschritten, kam er mit einer Gelben Karte davon.

Hertha BSC – Hannover 96 (A) 1:1 (1:1)

HERTHA: Aulig – Kraeft, Beyer (46. Rademacher), Torunarigha, Mittelstädt – Kauter (55. Bektic), Pelivan, Rausch, Jensen (78. Cakmak), Blumberg (67. Hasse) – Brömer.
HANNOVER: Rehberg – Wolf, Hübers, Anton, Arkenberg – Marotzke, Polomka, Langer, Sarenren- Bazee (86. Kama) – Jahn (76. Ottenbreit), Wolter (46. Feierabend).
SR: Schipke (Landsberg) – Z.: 130.
TORE: 0:1 (4.) Polomka, flach ins lange Eck; 1:1 (44.) Rausch, volley vom Strafraumeck.
GELBE KARTEN: Kauter, Pelivan, Jensen, Rademacher, Cakmak – Hübers, Wolf.
BESTE SPIELER: Rausch, Kauter, Torunarigha – Polomka, Wolf, Langer.

Von Manfred Gräf

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