03.09.2014

Union erkämpft den ersten Punkt

Eigentlich fällt der Satz „Durch Kampf zum Spiel“ unters Phrasenverbot. Aber manchmal ist er einfach treffend: Zum Beispiel beim Zweitliga-Auftaktmatch von Union gegen Wolfsburgs Reserve. Die Eisernen Ladies erwiesen ihrem Spitznamen alle Ehre und bissen sich unverdrossen in eine Partie zurück, auf die sie in der ersten Hälfte keinen Zugriff bekommen hatten. „Am Anfang ging alles zu schnell für uns, da hatten wir Probleme mit der Umstellung auf Zweitligatempo“, konstatierte auch FCU-Coach Steffen Beck.

Und so nutzten die Wolfsburgerinnen Unions Ballverluste immer wieder zu schnellen, vertikalen Kombinationen, von denen eine zum sehenswerten Führungstreffer (17.) führte. Brandenburg zog den Ball von rechts flach in den Strafraum, Sehan ließ geschickt durch und Meyer schob aus Nahdistanz ein. Die Kickerinnen aus der Autostadt hätten in der Folge durchaus erhöhen können, hatten aber durchaus Pech mit gleich drei nicht anerkannten Treffern: Zweimal Abseits, einmal zuvor im Aus.

Des einen Mißgeschick war schließlich des anderen Glück. Etwas unverhofft fiel nach dem dritten Nicht-Tor nämlich der Ausgleich für die nimmermüden Unionerinnen: Klefisch sprang in einen lang aus dem Halbfeld geschlagenen langen Ball und köpfte an der zu spät herauskommenden VfL-Torhüterin vorbei ein (65.). Mit diesem Treffer kippte die Partie, die Wolfsburgerinnen verloren ihre Souveränität. Union drückte, gewann plötzlich die Zweikämpfe, kam zu Chancen. Angetrieben von Stein, die in einem ihrer Zweikämpfe sogar ein Stück Zahn verlor, kamen die Platzherrinen zu guten Chancen: Steins Flanken aber konnten Mohr (72.) bzw. Krüger (75.) nicht verwerten.

Die Effektivität im letzten Drittel ist ohnehin das Thema, an dem Coach Steffen Beck in den nächsten Wochen arbeiten will: „Das ist unsere Problemzone“, sagte er, „hier müssen wir Spielformen und Laufwege weiter einüben“. Dann klappt's bald auch mit dem ersten Dreier, vielleicht schon am Sonntag in Meppen.

1. FC Union – VfL Wolfsburg II 1:1 (0:1)

UNION: Eichhorn – Schulte, Görsdorf, Rode, Scherbaum – Grimske, Joswiak – Stein, Jakubowski (46. Mohr), Krüger (87. Braumann) – Klefisch (71. Niesler).
WOLFSBURG: Burmeister – Brandenburg, Verseck, Freimuth (72. Waßmann), Fiebig – Dalaf, Sehan, Knopp – Dick, Meyer (89. Fischer), Stenzel (80. Effinghausen).
SR: Heidenreich (Dahme) – z.Z.: 160.
TORE: 0:1 (17.) Stenzel, 1:1 (65.) Klefisch.
GELBE KARTEN: Krüger, Braumann – Dalaf.
BESTE SPIELERINNEN: Grimske, Stein – Meyer, Sehan.

Von Uli Krug

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