22.10.2014

Überzahl schafft keine Vorteile

Für einen bis Spielende andauernden Diskusionsstoff sorgte Schiedsrichter Lechner, der mutig in der 2. Minute den Leipziger Dadachov wegen übertriebener Härte – durchaus regelkonform – vom Platz stellte. Der Feldverweis erzielte bei den Berlinern aber nicht die erwartete Wirkung.

Eher selten setzte Hertha das personelle Übergewicht in Vorteile um. Nur wenn Friede, Covic und der aus der Abwehr kommende Ernesto im Zusammenspiel mit Maier und Akyol das Tempo beschleunigten und sich läuferisch den von Leipzig verlangten Erfordernissen anpassten, ergaben sich torgefährliche Spielzüge. Besonders der mehrfach in Szene gesetzte Kyeremeh hätte spielentscheidende Vorteile daraus ziehen können und für die Beruhigung seiner Mannschaft sorgen müssen. Aber seine Abschlüsse ließen Wünsche offen. Erst scheiterte er nach präzisem Zuspiel von Zografakis an Torhüter Wallenstein, dann flog ein Schuss aus Nahdistanz über den Balken und auch den Torwart-Abpraller nach Scuss von Maier-Schusses konnte er nicht verwerten.

So blieb es weiter beim nervösen Verlauf. Die laufstarken Leipziger, die anstelle eines farblich zu unterscheidenden Ausweichdresses mit roten Leibchen antraten, die die Rückennummern verdeckten (ein bundesliga-unwürdiges Bild), erzeugten mit druckvollen Varianten Gefahr für Egerer, Schwarz, Ernesto und Dingas. Doch die Abwehrkette zeigte bei den Zweikämpfen kaum Schwächen. Für Schaffran gab es nur eine brenzlige Situation. Die nach der Pause erzielte Hertha-Führung brachte wenig Sicherheit. Beim Versuch, den Vorsprung auszubauen, scheiterten Maier, Zografakis und Akyol. Danach schlug RB Leipzig zu, Schlichting gelang der Ausgleich. Recht gefasst nahm Herthas Trainer Andreas Thom das Remis auf.

Hertha BSC – RB Leipzig 1:1 (0:0)

HERTHA: Schaffran – Dingas, Egerer, Ernesto, Schwarz – Kyeremeh (59. Zanin), Akyol, Covic, Friede, Maier (77. Glen) – Zografakis.
LEIPZIG: Wallenstein – Berger (72. Schlichting), Senkbeil, Chabot (77. Tobias), Franke (63. Cakir) – Janelt, Beiersdorf, Kwarteng (49. Rettig), Berger, Dardachov – Demirovic.
SR: Lechner (Neuburg) – Z: 220.
TORE: 1:0 (43.) Maier, startet von der Mittellinie einen Alleingang, umspielt die Leipziger Janelt und Chabot und schießt halbhoch ein; 1:1 (75.) Schlichting, flach aus Nahdistanz.
GELBE KARTEN: Ernesto, Kyeremeh, Zanin.
ROTE KARTE: 2. Dadachov (trifft mit gestrecktem Bein Covic am Kopf).
BESTE SPIELER: Maier, Schwarz, Covic, Friede – Wallenstein, Janelt, Franke, Kwarteng.

Von Manfred Gräf

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