20.08.2014

Touré köpft schulmäßig ein

Tennis Borussia rettet mit Glück den knappen Vorsprung ins Ziel

Eine Anlaufphase von 15 Minuten benötigte TeBe, um sich gedanklich von der unglücklichen Niederlage vom Vorsonntag beim Hamburger SV zu lösen. Bis dahin leistete sich die Mannschaft manch technischen Fehler am Ball, zudem mangelte es ihr oft an präzisem Zuspiel. Dann allerdings führte eine Verkettung glücklicher Umstände zur Führung der Berliner, die fortan dominierten.

Der zuvor einige Male unkonzentrierte Schikowski gewann ein Laufduell gegen Born und seine ungenaue Flanke wurde von der Kieler Abwehr ins Toraus befördert. Die folgende Ecke von Schikowski er- wischte der kraftvoll hochsteigende Touré, der den Ball schulmäßig ins Tor köpfte. Fortan war alle Nervosität bei TeBe verflogen.

Cicek und Kavupovic forcierten das Tempo zu zielstrebigen Kombinationen über Touré, Schikowski und Turan. Nach vergeben Chancen von Turan, Cicek sowie Schikowski hätte der Ausbau der Führung noch vor dem Seitenwechsel durch Cicek eigentlich die erforderliche Sicherheit bringen sollen. Die Kieler taumelten, und es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann sie fallen würden. Dazu jedoch kam es nicht.

Moralisch in einwandfreiem Zustand fing mit Beginn der 2. Halbzeit das Gästeteam von Trainer Hannes Finn-Jaensch sofort an, sich mit einfachen spielerischen Mitteln intensiv zu wehren. Tobinski war schon vor dem Wechsel mit einem Flatterschuss gescheitert, den Wieland von der Linie kratzte. Zwei Minuten nach der Pause verlieh er mit seinem volley erzielten Anschlusstreffer den Kielern neuen Schub. TeBe schien von allen guten Geistern verlassen. Trainer Tim Jauer bemängelte später die unverständliche Einstellung von fast allen fußballerischen Aktivitäten bei seiner Mannschaft. Doch die allzu lässige Vorgehensweise der Berliner konnte Kiel nicht zu der eigentlich fälligen Bestrafung nutzen. Weder Tobinski noch Seidel oder Vojtenko überwanden den famos sicheren TeBe-Torhüter Amelung.

Dem vehementen, aber fruchtlosen Ansturm der Gäste hatte TeBe einen Kopfball von Bilbija (69.), den Torhüter Steiner parierte, sowie einen Pfostentreffer von Müller (79.) entgegenzusetzen. Aber was soll's? Letztlich reichte es ja doch zum ersten Saisonsieg.

Tennis Borussia – Holstein Kiel 2:1 (2:0)

TEBE: Amelung – Tat (64. Stublla), Billbija, El-Haini, Wieland – Aydogdu (61. Müller), Touré, Kavupovic, Schikowski (53. Bag) – Cicek, Turan (78. Lange).
KIEL: Steiner – Decker, Bodendorf, Szalies, Schüler – Bord (76. Blaue), Ayyildiz (76. Schwind), Voß (70. Groth), Seidel – Tobinski, Vojtenko (67. Niebergall).
SR: Köber (Dresden) – Z: 120.
TORE: 1:0 (15.) Touré, Kopfball nach Ecke von Schikowski; 2:0 (37.) Cicek, Lupfer über Torhüter Steiner hinweg; 2:1 (42.) Tobinski.
GELBE KARTEN: Cicek – Tobinski (beide Foul).
BESTE SPIELER: Touré, Cicek, Schikowski, Kavupovic – Seidel, Born, Tobinski

Von Manfred Gräf

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