09.01.2014

Schon auf allen Positionen im Einsatz

Andreas Rösler will Kickers II zum Erfolg verhelfen

Gilt als wichtiger Teamplayer und Kämpfer: Andreas Rösler

Seine Mannschaft ist ein Urgestein der Kreisliga C. Auch in diesem Jahr wird sich das nicht ändern, denn Kickers 1900 II steht in der 1. Abteilung mit neun Punkten auf Platz 10 – und damit weit entfernt von einem Aufstiegsplatz. Wenn es nach Andreas Rösler geht, wird sich das mittelfristig ändern. Der erfahrene Angreifer hat sich in dieser Saison endgültig entschieden, bei den Kickers nur noch in der 2. Mannschaft zu spielen. Seine bald 20-jährige Fußballerfahrung will Rösler dafür nutzen, dass die Kickers-Reserve auch einmal um den Aufstieg mitspielt.

Von Beginn an schnürt der 33-Jährige seine Fußballschuhe für den Schöneberger Kiezverein. Beruflich ist Andreas Rösler als Maler und Lackierer angestellt. Erlernt hat er das Handwerk in der Praxis. Eine Ausbildung hat er noch nicht. Dies will er aber irgendwann nachholen. Zurzeit stehen aber seine Partnerin und seine anderthalbjährige Tochter im Mittelpunkt. Auch der Fußball tritt dahinter zurück. So kann Rösler nur gelegentlich am Training teilnehmen. Bei den Spielen ist er, soweit es geht, dabei. Der passionierte Stürmer ist dabei auf allen Positionen zu finden. „Ich habe sogar schon im Tor gespielt“, beschreibt Rösler seine Vielseitigkeit. Im Angriff der Zweiten spielt er zurzeit selten. Sicherlich liegt darin auch die Ursache, dass der Rechtsfuß erst ein Saisontor erzielt hat. Beim Hallenturnier der Kreisliga C zeigte Rösler derweil sein Können und traf zehn Mal.

Erfahrung weitergeben

Auf dem Kunstrasen an der Monumentenstraße spielt Rösler momentan vorwiegend in der Abwehr. Aber auch im Mittelfeld ist er als Regisseur zu finden. Er will der Zweiten mit seiner Erfahrung helfen, die er in den Jahren zuvor in der ersten Mannschaft gesammelt hat. Hier feierte er auch seinen größten sportlichen Moment. Gegen Hertha BSC III ging es für Kickers 1900 vor einigen Jahren um alles. Um nicht aus der Kreisliga A abzusteigen, musste der Traditionsclub gegen die favorisierten Herthaner gewinnen. Und Andreas Rösler erzielte das 1:0 – die Vorentscheidung. Am Ende gewann Kickers 2:0 und schaffte den Klassenerhalt.

Jetzt spielt er wieder mit Freunden zusammen, mit denen er teilweise schon in der Jugend gekickt hatte. Und Kickers Spielertrainer Niyazi Isici schwärmt: „Andreas ist schnell. Ein toller Teamplayer und Kämpfer. Es ist eine große Verstärkung, ihn in der Mannschaft zu haben.“ Rösler schätzt besonders die große Harmonie. „Ich fühle mich hier sehr wohl. Alle gehen offen mit einander um.“ Der geringe sportliche Erfolg habe auch seine Vorzüge: „Die Mannschaft kann gut mit Niederlagen umgehen.“ Dennoch hat Rösler eine sportliche Verbesserung für die kommenden Jahre im Blick.

Fan von Borussia Dortmund

Neben Familie und Arbeit dominiert der Sport auch sonst sein Leben. Bewegung macht Rösler halt Spaß, ob Basketball, Tennis oder eben Fußball. Gutem Essen ist er natürlich nicht abgeneigt. Ob Pasta oder Schnitzel: Der Fan von Borussia Dortmund lässt's sich schmecken, wenn er den Ball auf dem Bildschirm verfolgt. Bauchschmerzen hatte er auch nicht, als Hertha BSC in der Bundesliga unlängst gegen die Klopp-Schützlinge gewann. „Man ist dann doch auch Lokalpatriot“, sagt Rösler. Richtig treu ist er eh nur seinem Verein, dem BSC Kickers 1900.

Von Kilian Daske

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