11.05.2014

Regionalliga: FC Viktoria 89 verpasst einmal mehr einen Sieg

Der FC Viktoria 89 ist der unangefochtene Unentschieden-König der Regionalliga. Im Heimspiel gegen Lok Leipzig teilte sich die Mannschaft von Trainer Thomas Herbst bereits zum 15. Mal in dieser Saison die Punkte. Dabei sah es lange Zeit nach einem Sieg aus.

Berlins Pokalfinalist Viktoria 89 trennte sich von Lok Leipzig 2:2 und spielte somit bereits zum 16. Male remis. Der Uhrzeiger hatte noch nicht einmal eine volle Umdrehung geschafft, da brachte Patrick Grandner die Gäste in Führung – ganz zur Freude der zahlreich erschienenen Lok-Fans, die mehr als die Hälfte der Zuschauerzahl ausmachten.

Unerklärlich jedoch, wieso sich die Leipziger nach der schnellen Führung weit zurückzogen und den Berlinern das Geschehen auf dem Platz weitgehend überließen. Scheiterten Ümit Ergirdi und Carlos Brinsa zunächst noch, gelang Ersterem der alles in allem verdiente Ausgleich. Auch danach hatten die Gastgeber deutlich mehr Spielanteile. Für Lok war derweil spätestens kurz vor dem Viktoria-Strafraum Schluss. „In der ersten Halbzeit konnten wir kaum gegenhalten, trotz der frühen Führung. Fußballerisch können wir uns mit Viktoria ohnehin nicht messen“, betonte Gäste-Trainer Heiko Scholz.

Die Gastgeber spielten auch nach dem Ausgleich weiter nach vorne und erarbeiteten sich gute Chancen. Glück hatte Leipzig bereits, als Watzkas Kopfball nach einem Freistoß von Antunovic von Leuthoff über die Linie gelenkt wurde, Leuthoff jedoch im Abseits stand – Watzkas Ball mit dem Hinterkopf wäre wohl auch so im Tor gelandet (30.).

Kurz vor der Pause dann aber doch der überfällige Führungstreffer: Nach einem kapitalen Schnitzer von Paszlinki schnappte sich Brinsa den Ball und bediente Watzka, der sich nur noch bedanken musste. „Toll gemacht von Brinsa. Sowas sieht man nicht oft in der Regionalliga“, lobte sogar Gäste-Trainer Scholz. Ärgerlich für Scholz dürfte dabei gewesen sein, dass Zielinsky mit einem der wenigen Gästeangriffe das Tor nach einer Hereingabe von Grandner nur knapp verfehlte.

Viele rechneten derweil damit, dass Viktoria im zweiten Durchgang durch den zweistündigen Pokalfight gegen den BFC Dynamo vier Tage zuvor die Luft ausgehen würde. Dennoch hatte die Mannschaft von Trainer Thomas Herbst auch nach der Pause zahlreiche gute Konterchancen, die aber allesamt vergeben liegen lassen, was Herbst natürlich monierte: „Wir müssen endlich begreifen, ein Spiel zuzumachen. Aber aufgrund der letzten harten Wochen bin ich der Mannschaft auch nicht böse.“ Und so kam es, wie es kommen musste. In der Nachspielzeit traf der eingewechselte Engler nach einem Eckball erst die Latte, wenig später profitierte Marzullo von einer Faustabwehr Rickerts, die mit Gianluca Marzullo ihren Abnehmer fand.

FC Viktoria 89 – 1. FC Lok Leipzig 2:2 (2:1)

VIKTORIA: Rickert – Austermann, Klippel, Schröder, Ahmetcik – Kruschke (89. Gehring), Leuthoff, Ergirdi, Antunovic (86. Brehmer), Watzka – Brinsa (64. Jelitto).
LOK: Latendresse-Levesque – Scheibe, Krug, Paszlinski, Böhne (32. Dräger) – Kilz, Wendschuh (64. Rolleder), Zielinsky, Langner (76. Engler), Grandner – Marzullo.
SR: Wartmann (Großvargula) – z.Z: 1.116.
TORE: 0:1 (1.) Grandner, 1:1 (19.) Ergirdi, 2:1 (41.) Watzka, 2:2 (90.+2) Marzullo.
GELBE KARTEN: Rickert.
BESTE SPIELER: Watzka, Antunovic – Grandner.

Von Dominik Schmidt

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