29.02.2016

Plan des VfL geht bei Hertha auf

B-Junioren Bundesliga: Hertha BSC - VfL Wolfsburg

Das Spitzenspiel der B-Jugend-Bundesliga endete nach 80 intensiven Minuten mit einem verdienten 2:0 für die Gäste aus Wolfsburg. Der VfL festigte damit seine Tabellenführung und baute den Vorsprung auf Hertha auf fünf Punkte aus. Ein herber Rückschlag für die Berliner und vielleicht auch schon eine Vorentscheidung im Titelrennen.

VfL-Coach Steffen Brauer sprach deshalb von „einem wichtigen Sieg", warnte aber auch: Wir müssen jetzt nachlegen. Nächste Woche bei Union erwartet uns wieder eine unangenehme Aufgabe." Auch Hertha U17-Trainer Michael Hartmann richtete den Blick direkt nach Abpfiff in die Zukunft: „Es sind noch genügend Spiele. Ich werde die Jungs jetzt aber natürlich erstmal aufrichten müssen".

Die jungen Herthaner hatten gegen aggressive Wolfsburger nur phasenweise mithalten können. Nach einer ausgeglichenen Anfangsviertelstunde, in der die Gastgeber auch in Führung hätten gehen können - hätte Kiprit nicht zu zögerlich abgeschlossen - verlor Hertha den Faden. Auslöser dafür war die in ihrer Entstehung etwas glückliche Führung der Wolfsburger: Nach einer Ecke und großem Durcheinander drückte El-Haibi den Ball im zweiten Anlauf über die Linie.

Die von Beginn an galligeren und lautstärkeren Wölfe hatten Hertha nun dort, wo sie sie haben wollten. Immer wieder griffen die Wolfsburger früh und kompakt an, die Gastgeber fanden nicht ins Spiel. Besonders Schaltzentrale Arne Maier, der sich zwar mühte, konnte so zu wenig Einfluss auf das Spiel nehmen.  „Das war unser Plan. Du musst gegen dieses Team Arne Maier aus dem Spiel nehmen", sagte Gastetrainer Brauer.

Wirkungstreffer entscheidet Partie

Vom Rückstand und der Präsenz der Gäste beeindruckt, leistete sich Hertha acht Minuten nach dem 0:1 den nächsten schwerwiegenden Fehler. Auf einen frühen Ballverlust folgte eine schnelle von El-Haibi initiierte Umschaltaktion, die über einen Pass zu Tachie und eine Ablage für Yari Otto zum zweiten Tor für die Gäste führte - ein Wirkungstreffer.

Hertha erholte sich nicht mehr und wirkte in der Folge nur noch verunsicherter. Das Spiel der Gastgeber war nun geprägt von Ungenauigkeiten, Einfallslosigkeit und zu wenig Tempo. Die Wölfe dagegen rieben sich bis zum Ende auf, ließen nach der Pause nur eine Berliner Torchance zu und waren dem nächsten Treffer die ganze Zeit näher. Herthas Trainer Hartmann musste deshalb einsehen, dass  „Wolfsburg einfach besser war. Wir haben in der ersten Hälfte ein paar falsche Entscheidungen getroffen und waren nicht so da." Das hätte auch nichts mit einigen verletzt fehlenden Spielern zu tun gehabt, befand Hartmann.


Sascha Hagemann

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