14.05.2014

Neuer Coach, neuer Schwung

Drei Tage nach dem Trainerwechsel holte Unions A-Jugend im Derby bei Favorit Hertha BSC einen ganz wichtigen Zähler. Erst am Donnerstag hatte der 1. FC Union Sebastian Bönig (zuvor Co-Trainer der U23) anstelle von Christoph Liebich (nunmehr für die U 17 verantwortlich) den Trainerposten bei der U 19 übertragen. Ganze zwei Trainingseinheiten hatte Bönig mit seinen neuen Schützlingen zur Vorbereitung auf das Stadtderby.

Hermann Andreev, Unions Nachwuchsleiter, begründete den Schritt. „Wir wollten nochmal einen neuen Impuls setzen, im Saisonendspurt alle Kräfte für den Klassenerhalt bündeln.“ Hatte Union im Hinspiel gegen Hertha BSC noch mit 1:4 sowie im Pokal-Viertelfinale mit 0:3 den Kürzeren gezogen, holten die Köpenicker diesmal ein vollauf verdientes Remis.

Union präsentierte sich von Beginn an äußerst aufmerksam. Bitter für die Wuhlheider das frühe Ausscheiden von Innenverteidiger Jonas Beyer, der mit einer Knieverletzung ins Krankenhaus musste. Für ihn wurde der lange Gorkow ins Getümmel geworfen, der seine Sache ausgesprochen gut machte. Mit kompakter Defensive ließen die Gäste nur ganz wenig zu. Es dauerte ganze 42 Minuten, ehe Ademi den ersten gefährlichen Schuss auf Krolls Gehäuse abgab. Bei Union verpasste derweil der quirlige Flügelflitzer mehrfach das geeignete Abspiel.

Hertha BSC fehlte es hingegen an guten Ideen. Erst nach der Pause bauten die Blau-Weiß etwas mehr Druck auf und hatte zumindest Möglichkeiten, wenn auch keine Riesen. Pelivan (62.) und Hasse (81.) fehlte aber ebenso die Präzision wie Kamarieh (90.).

Andererseits war auch Unions Umkehrspiel zu ungenau. Gorkow (80., Kopfball) und Hennig (86., Freistoß) vergaben die besten Möglichkeiten. Letztendlich entsprach das 0:0 dem Spielverlauf. Nach der Partie räumte Hertha-Coach Michael Hartmann ein: „Das war eine enttäuschende Leistung. Die Jungs sind nicht so ins Spiel reingegangen, wie wir das wollten. Die ganze Körpersprache hat mir nicht gefallen. Grundsätzlich war mir das vom Auftreten zuwenig.“ Auch die zuvor guten Aussichten der Herthaner im Rennen um Platz zwei hat sich nun eingetrübt. Bei Union konnte sich Trainer Bönig über den gelungenen Einstand freuen: „Wir haben Hertha sehr stark bekämpft. Der Punkt war verdient und gut für die Moral. Jetzt steht mit dem HSV-Spiel eine ganz schwere Aufgabe an.“

Hertha BSC – 1. FC Union 0:0

HERTHA: N.-J. Körber – Bohm (69. Abderrahmane), N. Beyer, Rademacher, N. Körber – Pelivan (90. Mannsfeld), Kauter (62. Kohls) – Rausch, Kamarieh – Ademi, Pronitchev (76. Hasse).
UNION: Kroll – Yesilli, Klatt, J. Beyer (22. Gorkow), Hentschel (90.+1 Göth) – Wiebach – Istvanic, Henning, Lessmeister, Gomaa (82. Michel) – Skade (65. Beyazit).
SR: Greif (Gotha) – Z.: 120.
GELBE KARTEN: Rademacher, Kauter, Pronitchev.
BESTE SPIELER: N.J. Körber, Pelivan – Kroll, Klatt, Gorkow, Henning, Gomaa.

Von Felix Ney

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