28.05.2014

Künne leitet die Wende ein

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Wohl bis zum allerletzten Spieltag wird sich der 1. FC Union an den Strohhalm klammern, der ihm die Rettung, also den Klassenerhalt, verheißt – was letztlich einem kleinen Wunder gleichkäme.

Doch der fast schon sensationell anmutende 3:1-Erfolg gegen Werder Bremen war alles andere als ein Geschenk des Himmels. Er entsprang vielmehr großer Leidenschaft, zunehmender Entschlossenheit in den Zweikämpfen und der Konzentration auf druckvolle Offensivaktionen. Zu den ausschlaggebenden Faktoren für den Union-Sieg zählte aber auch das Nachlassen des Kontrahenten im zweiten Durchgang. Steckte da bei Werder vielleicht auch Arroganz dahinter? Andererseits fasste Union nach der Pause auch mehr Mut für gelungene Offensivaktionen. Mit den Einwechslungen von Schwer und Stang hatte das Trainergespann Christoph Liebich und Rudy Raab auch ein deutliches Zeichen zur offensiven Ausrichtung gesetzt.

Darauf stellte sich Werder anfangs noch recht ordentlich ein, agierte zunächst weiter sachlich und aufmerksam. Nur die bis zum Seitenwechsel deutliche körperliche Dominanz und die Kombinationssicherheit bröckelte allmählich. Zudem schlichen sich bei Eggestein und Käuper Ungenauigkeiten im Abschluss ein. Union agierte zielstrebiger, neben Stang und Schwer steigerten auch Künne, Lämmel, Schulze und Hohlfeld ihre Leistungen beträchtlich.

1. FC Union – Werder Bremen 3:1 (0:1)

UNION: John – Hohlfeld, Sobeck, Dähnrich, K. Günaydin – Schulze, Lämmel, Billhardt (70. Schröder), H. Günaydin (41. Stang) – Künne (79. Rodenhagen), Sternberg (41. Schwer).
WERDER: Dedovic – Cakoli (74. Janowsky), Hehne, Nauermann, Ordenewitz (56. Hakansson) – Käuper (77. Remmert), Hertes, Schmidt (77. Cyriacks) – Dogan, Vollert, Eggestein.
SR: Rauschenberg (Wenigen Lupnitz) – Z: 140.
TORE: 0:1 (32.) Eggestein, Flachschuss; 1:1 (66.) Künne, hämmert einen von Torhüter Dedovic abgewehrten Schwer-Schuss unter den Balken; 2:1 (71.) Lämmel, volley ins Eck; 3:1 (73.) Schwer, halbhoch ins Torzentrum.
GELBE KARTEN: Hohlfeld – Nauermann (beide F).
BESTE SPIELER: Künne, Hohlfeld, Schulze, K. Günaydin – Hehne, Schmidt, Eggestein.

Von Manfred Gräf

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