29.11.2019

Ein Rückblick auf das erste Berliner Derby in der Bundesliga

Am zweiten November war es endlich soweit – das erste Berliner Derby stand auf dem Programm. Nachdem Union Berlin im vergangenen Frühling endlich den ersehnten Aufstieg in die Bundesliga geschafft hat und Hertha die Klasse halten konnte, war es Gewissheit: 2019 wird in Berlin das erste Stadtderby auf Bundesliganiveau gespielt. Kein Wunder, dass die Fanlager richtig gespannt auf dieses Spiel warteten. Wir werfen einen Blick zurück auf das hitzige, erste Berliner Bundesliga-Derby.

Berlin und die Bundesliga? Eine lange Geschichte

Klar, dass Berlin als Hauptstadt eine lange Bundesligahistorie hat. Aber nicht zuletzt aufgrund der Geschichte der Stadt, ist sie zu einer der Fußballhochburgen Deutschlands geworden. In den 1960er Jahren sorgte Tasmania Berlin jedoch noch mit einem Negativrekord für Schlagzeilen und die starke Saison 86/87 von Blau Weiß Berlin brachte ebenfalls keinen längerfristigen Erfolg. Auch nach der Wiedervereinigung pflegte Hertha in der Bundesliga, bis auf eine kurze Phase zur Jahrtausendwende, eher das Image der grauen Maus und Union kämpfte lange mit den Niederungen des Amateurfußballs. Erst nach der Relegation gegen den VFB Stuttgart am Ende der vergangenen Saison gab es dann die Gewissheit, dass 2019 das erste Buli-Derby zwischen Hertha und Union stattfinden wird.

„Stadtmeister“ Union Berlin?

Die Rollenverteilung vor der Saison war klar, die Union wird als Aufsteiger um den Klassenerhalt kämpfen und die Hertha strebt mit ihrem neuen Trainer Ante Covic die Europapokalplätze an. Doch nachdem ein Großteil der Hinrunde gespielt wurde, gibt die Tabelle ein anderes Bild ab. Mit drei Siegen in Folge konnte sich die Union aus dem Tabellenkeller kämpfen und liegt nun in deren Mittelfeld. Einer dieser Siege stellt sogar das Match gegen den Tabellenführer Gladbach dar. Dieser ist zurzeit jedoch nicht nur bei den Matches ein echter Gewinner, auch belegte der Verein den dritten Platz beim „Pitch of the Year”, einem Award, der den gepflegten Zustand des Fußballrasens belohnt. Vor allem Grätschen oder Tritte beanspruchen einen Stadionrasen sehr. Aus diesem Grund baut Gladbach, wie Betway berichtet, auf einen besonderen Rasen wie den sogenannten Hybridrasen, der um einiges stabiler als der gewöhnliche ist. Während Gladbach und die Union sich so über einige Erfolge freuen können, sieht es hingegen ganz anders für die „Alte Dame“ aus. Nach dem starken 2:2 zum Auftakt beim Rekordmeister setzte es einige empfindliche Niederlagen, sodass man sich zwischenzeitlich auf dem letzten Tabellenplatz wiederfand.

Derby bringt die Wende bei der Union

Als ob das erste Aufeinandertreffen der beiden Traditionsvereine in der Bundesliga nicht schon für genug Zündstoff sorgte, RBB24 berichtet über die Pyro-Ausschreitungen der Fans, hatte das Derby für beide Teams richtungsweisenden Charakter. Das umkämpfte Spiel wurde erst in der Nachspielzeit durch einen Elfmeter von Sebastian Polter entschieden. Zwischenzeitlich musste der Schiedsrichter die Partie sogar unterbrechen, da Pyrotechnik auf den Rasen geschossen wurde.


Auch wenn das erste Derby keinen guten Eindruck bei den Offiziellen der DFL hinterlassen hat, konnte man sehen, welchen Stellenwert das Spiel in der Hauptstadt hat.

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