10.07.2018

Edgar Döring zieht Tempo an

Der Trainer der Berliner Amateure setzt auf schnelle Spieler

Ambitioniert: Die Berliner Amateure (links Can Erdogmus) wollen zurück in die Kreisliga A. Foto: JouLux

Schon früh nach Saisonbeginn hatte sich die 2. Abteilung der Kreisliga B in der Spielzeit 2017/18 als ein Käfig voller Spitzenteams (Kickers Hirschgarten, BSC Marzahn, BSV Al-Dersimspor II, Berliner Amateure) entpuppt. Da genügte selbst das außerplanmäßige Aufstiegsrecht für den Tabellendritten nicht, um all diesen überaus spielstarken Mannschaften den wohlverdienten Gang in die Kreisliga A zu ermöglichen. Dies hat nun zur Folge, dass die Berliner Amateure trotz 69 gesammelter Punkte, die in vier der fünf anderen Abteilungen der Spielklasse zum mal mehr, mal weniger souveränen Aufstieg gereicht hätten, ein weiteres Jahr mit der Kreisliga B vorlieb nehmen müssen.

Vor diesem Hintergrund überrascht es wenig, dass der Übungsleiter der Kreuzberger, Edgar Döring, bei der Frage nach dem Saisonziel für die neue Spielzeit seiner Forderung deutlich Ausdruck verleiht. „Alles andere als der Aufstieg wäre eine Enttäuschung“, sagt der Amateure-Trainer und fügt hinzu: „Wieso sollten wir tiefstapeln, wenn wir doch wissen, dass wir das Zeug dazu haben?“

In der Tat fällt es zum jetzigen Zeitpunkt schwer, Argumente zu finden, die Freunden eines bis zum letzten Spieltag spannenden Kampfes um die Staffelmeisterschaft die Angst vor einer drückenden Dominanz der Elf vom Südstern nehmen könnten. Im Offensivbereich kann der im vergangenen Sommer aus der Kreisliga A abgestiegene Klub schließlich auch nach dem Abgang von 19-Tore-Mann Steffen Krüger (zieht sich aus dem Herrenspielbetrieb zurück) immer noch fünf Akteure vorweisen, denen in der abgelaufenen Saison mindestens zehn Treffer geglückt waren.

Auch die Defensivabteilung der Amateure wusste bislang schon sehr zu überzeugen und präsentiert sich insbesondere im Kalenderjahr 2018 in blendender Verfassung: In 16 Pflichtspielen kassierte Dörings Mannschaft lediglich elf Gegentore. Im letzten Saisondrittel konnte die Ligakonkurrenz gar nur noch sechs Mal einen Torerfolg gegen die Kreuzberger bejubeln.

Dennoch wird sich das Gesicht dieses Mannschaftsteils ein wenig verändern. Während Andreas Schulz aus dem Kader der ersten Herren ausscheidet (er setzt seine Spielerkarriere im Seniorenbereich fort), wird Finn Bielenberg in Dörings Überlegungen für die allsonntägliche Zusammenstellung seiner Abwehrreihe künftig eine zentrale Rolle spielen. Das Eigengewächs der Amateure kann sowohl als Außen- wie auch als Innenverteidiger eingesetzt werden und war in den letzten Monaten bei der zweiten Mannschaft in der Kreisliga C behutsam an den Herrenbereich herangeführt worden.

In der neuen Saison wird mit Mirko Neumann nur noch ein einziger Spieler in Dörings Team älter als 30 sein, alle übrigen Akteure sind höchstens Mitte zwanzig. Wie der Coach verrät, seien sämtliche externe Neuzugänge, die sich für die neue Spielzeit angekündigt haben, im Jugendalter bereits bei den Amateuren aktiv gewesen und könnten mit großer Schnelligkeit aufwarten. „In Sachen Spieltempo werden wir einen Riesenschritt nach vorne machen“, verspricht sich der Amateure-Trainer einen Vorteil gegen die vielen tief stehenden Mannschaften in der Kreisliga B. In der letzten Saison habe gegen diese Teams noch zu oft die individuelle Klasse einzelner Spieler den Unterschied ausgemacht, so Döring.

Maximilian Voigt

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