10.12.2014

Brömer bestraft Abwehrfehler

Im letzten Spiel der Hinrunde kam Hertha BSC gegen den FC Carl Zeiss Jena zu einem deutlichen Sieg, ohne jedoch große spielerische Akzente zu setzen. Zunächst musste der Spielort gewechselt werden. Der Rasen des Amateurstadions war nach dem Sonnabend-Kick der U 23 in einem regenerierungsbedürftigen Zustand.

Und da auch das Geläuf des Hanns-Braun-Stadions bereits von der U 17 umgepflückt worden war, wurde die Partie kurzerhand auf den kleinen Hueppe-Platz verlegt. Spieler, Trainer und Schiedsrichter kletterten über ein kleines Geländer, um den Weg abzukürzen – und etwas Improvisiertes, Zufälliges hatte auch das ganze Spiel.

„Wir wollen aus einer kompakten Defensive heraus Nadelstiche setzen“, sagte Carl Zeiss-Trainer Mark Zimmermann vor dem Spiel. Und selbstbewusst fügte er hinzu: „Wir spielen heute gegen eine Top-Mannschaft mit Ambitionen auf den Staffelsieg, aber wir sind das auswärtsstärkste Team der Liga.“ Nach verhaltenem Beginn fand Hertha zuerst in die Partie. Jensen setzte sich gegen zwei, drei Gegenspieler durch, passte in den Strafraum zu Brömer, der überlegt zum 1:0 einschoss (6.). Fortan erarbeiteten sich die Herthaner Spielvorteile. Die Konsequenz war das 2:0 (26.), wieder durch Brömer, wieder nach Jensen-Zuspiel, wieder durch eine zu löchrige Abwehr. Die Thüringer versuchten ein Gegenspiel aufzuziehen, aber die vereinzelten Vorstöße von Mauer und Schlegel konnten die sichere Abwehr um Beyer und Torunarigha nicht in Verlegenheit bringen.

In der zweiten Halbzeit verwalteten die Berliner vor allem den Vorsprung. Das Aufregendste war zunächst eine Manuel-Neuer-Einlage von Hertha-Torwart Körber, der 30 m vor dem Tor mit Flugkopfball vor einem heraneilenden Jenaer Stürmer klärte (58.). Mit dem 3:0 durch Mittelstädt (70.) war die endgültige Entscheidung gefallen.

Insgesamt verzettelten sich die Berliner zu oft, blieben hängen oder ließen den Ball ins Aus springen. Zu selten blitzte auch das Konter-Können der Gäste auf, ein Foul-Elfmeter (74.) blieb das einzig Zählbare für die Gäste. In der letzten Viertelstunde tat sich dann nicht mehr viel. Sehenswert nur noch ein scharf geschossener Freistoß des eingewechselten Cakmak sowie der dritte Treffer von Brömer (82.). So war beim Schlusspfiff Hertha-Coach Michael Hartmann nur bedingt zufrieden mit seinem Team. „Es war letztlich ein verdienter Sieg. Jetzt haben wir 26 Punkte in der Hinrunde geholt. Und das ist okay.“

Hertha BSC – Carl Zeiss Jena (A) 4:1 (2:0)

HERTHA: Körber – Tezel, Torunarigha, Beyer, Mittelstädt – Pelivan (76. Bektic), Kauter – Abderrahmane, Jensen (66. Blumberg), Galleski (66. Cakmak) – Brömer (86. Kraeft).
JENA: Quindt – Zarschler, Prskalo, Barth (46. Eichberg), Timm – Mergel (86. Knoll), Bürger (59. Krahnert), Crnomut, Schlegel – Wolfram (76. Weigt), Mauer.
SR: Maertens (VfL Bienrode) – Z.: 86.
TORE: 1:0 (6.) Brömer, 2:0 (26.) Brömer, 3:0 (70.) Mittelstädt, 3:1 (74.) Crnomut (FE), 4:1 (84.) Brömer.
GELBE KARTEN: Beyer, Mittelstädt – Crnomut, Mauer.
BESTE SPIELER: Körber, Beyer, Brömer.

Von Till Witt

.

Kommentieren

Vermarktung:

Mehr zum Thema

Aufstellungen

Hertha BSC

Noch keine Aufstellung angelegt. (werde jetzt Teammanager dieser Mannschaft)

Carl Zeiss Jena

Noch keine Aufstellung angelegt. (werde jetzt Teammanager dieser Mannschaft)