10.12.2014

Bei Andrich passt einfach alles

Starker Hertha-Auftritt stellt Budissa Bautzen vor unlösbare Probleme

Mit einem überzeugenden Auftritt haben sich die Herthaner in die Winterpause verabschiedet Der Schlüssel zum deutlichen Erfolg war Herthas schnelles Umkehrspiel sowie eine hohe Effektivität im Torabschluss. Dem und Samson brillierten zentral, Andrich und Rockenbach waren stets lauernde Abnehmer. Herthas Balleroberungen und Spieleröffnung stellten Budissa vor große Probleme.

Beeindruckend war vor allem der Auftritt von Louis Samson. Vor dem 1:0 zog er außen unwiderstehlich an Krahl vorbei (Andrich vollendete), ließ dann Schikora stehen, doch Andrich verzog (20.). Auch das 2:0 entprang einer der Koproduktion Samson/Andrich. Diesmal schnappte Samson Hoßmang die Kugel weg und vollendete nach Andrich-Ablage überlegt zum 2:0 (25.). „Unser Konzept, kompakt verteidigen, war schnell über den Haufen geworfen“, sagte Budissa-Trainer Thomas Hentschel. Ihn wurmten die vielen Fehler im Spielaufbau: „Das waren zum Teil katastrophale Ballverluste. Und dann wird es natürlich ganz schwer.“ Vor der Pause hatte nur Blankenburg (14.) Hertha-Schlussmann Sprint geprüft.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig. Hertha griff meist überfallartig an, die erste Chance vergab Dem (50.). Ein Zufallsprodukt brachte Bautzen dann den Anschlusstreffer, als Blankenburg von links flach ins Zentrum spielte, aber Sturmpartner Walther ebensowenig an Ball kam, wie der letztlich düpierte Sprint. Doch Hertha machte einfach und effektiv weiter. Dem besorgte prompt das 3:1, als er ein Blitz-Zuspiel von Rockenbach konsequent nutzte.

Tor des Tages wurde aber das 4:1. Samson bediente nach einer zu kurz abgewehrter Ecke Rockenbach, dessen Flanke Andrich mit einem perfekten Fallrückzieher versenkte. Hochzufrieden lobte Hertha-Coach Ante Covic: „Dass Robert solche Tore machen kann, wissen wir. Heute hat bei ihm alles gepasst.“ Der Doppeltorschütze machte nach 69 Minuten Platz für Stephan. Erfreut über die Art und Weise dieses hochverdienten Sieges freute sich Covic dann nach der Partie: „Da kann man nicht meckern, oder? Wir waren klar überlegen, sowohl fußballerisch als auch bei der Chancenverwertung.“ Der berechtigte Platzverweis gegen Bautzens Hausdorf, der Samson von hinten umsäbelte, blieb eine Randnotiz. Immerhin entschuldigte sich der Übeltäter für sein hartes Einsteigen.

Hertha BSC II – Budissa Bautzen 4:1 (2:0)

HERTHA II: Sprint – Born (63. Rausch), Breitkreuz, Arnst, Zingu – Samson, Dem – Regäsel (73. Kohls), Fuchs – Rockenbach, Andrich (69. Stephan).
BAUTZEN: Jakubov – Johne, Schikora, Patka, Krahl – Schwitzky (55. Reher), Hoßmang (69. Vrabec), Kolan (67. Hausdorf), Salewski – Walther, Blankenburg.
TORE: 1:0 (15.) Andrich, nach Samson-Flankenlauf, 2:0 (25.) Samson, nach Andrich-Vorlage flach aus 22 Metern, 2:1 (58.) Blankenburg, Flachschuss ins lange Eck, 3:1 (62.) Dem, nach Ablage von Rockenbach aus 16 Metern, 4:1 (66.) Andrich, Fallrückzieher aus zehn Metern nach Rockenbach-Flanke.
SR: Hösel (Magdeburg) – z.Z.: 101.
GELBE KARTEN: Dem – Patka, Schikora, Salewski, Blankenburg.
ROTE KARTE: 89. Hausdorf (grobes Foulspiel).
BESTE SPIELER: Samson, Dem, Rockenbach da Silva, Andrich – keiner.

Von Felix Ney

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