16.01.2016

AOK-Traditionsmasters: Interview mit Sofian Chahed

„Das Wiedersehen ist Grund zum Feiern"

Am Spielfeldrand: FuWo-Praktikant Maximilian (links) unterhielt sich mit Ex-Herthaprofi Sofian Chahed.

Während des Finalspiels zwischen Schalke 04 und dem 1. FC Nürnberg beim AOK-Traditionsmasters 2016, hat FuWo-Praktikant Maximilian mit Hertha-Akteur Sofian Chahed unter anderem über das Halbfinal-Aus gegen Schalke, seine Fitness und die FV Wannsee gesprochen. 

Herr Chahed, wie in den letzten Jahren ist die Max-Schmeling-Halle auch in diesem Jahr mit ungefähr 8.000 Zuschauern wieder ausverkauft. Wie gefällt Ihnen die Stimmung?


Sofian Chahed:  Die Stimmung ist super. Die Union-Fans machen gut Stimmung, die Hertha-Fans natürlich noch mehr. Deswegen wollte ich das Spiel um Platz drei auch unbedingt gewinnen, weil ich den Hertha-Fans meinen Namen nochmal so ein bisschen in Erinnerung rufen wollte. Das ist mir mit meinem Auftrifft glaube ich auch ganz gut gelungen." 


Mit Marek Mintal oder Martin Max sind hier Spieler dabei, die in ihrer aktiven Karriere beispielsweise den DFB-Pokal oder den UEFA-Cup gewonnen haben. Wie ist das sportliche Niveau einzuschätzen, haben die Jungs es immer noch drauf?


Chahed: „Auch das sportliche Niveau ist super. Man sieht, dass die Jungs definitiv Fußball spielen können. Die einen nehmen es ein bisschen ernster, die anderen nicht ganz so. Ich denke der Spaß steht hier klar im Vordergrund, aber bei allem Ehrgeiz will man doch auch gewinnen. Deswegen war das Niveau für die Zuschauer doch ganz ansehnlich."


Sie selbst sind mit ihrer Mannschaft im Halbfinale nur knapp mit 3:4 gegen Schalke 04 ausgeschieden. Woran lag's?


Chahed: „Ein bisschen Pech war dabei, aber die Schalker standen einfach hinten sicher und haben vorne ihre Tore gemacht. Das Spiel war auf Messers Schneide und hätte auch für uns ausgehen können. Letztendlich hat das Glück entschieden. Ist einfach manchmal so im Fußball."


Sind Sie denn insgesamt mit ihrer persönlichen Leistung zufrieden? Immerhin sind die der treffsicherste Herthaner des Turniers.


Chahed: „Nach zwei Jahren ohne Profifußball bin ich auf jeden Fall zufrieden. Momentan bin ich ja Co-Trainer beim FC Viktoria und mache dort noch regelmäßig bei den Einheiten mit, wenn mal ein Spieler fehlt. Insofern hänge ich was die Fitness angeht, nicht ganz so nach wie manch anderer. "


Auch in diesem Jahr wird wieder der beste Spieler ausgezeichnet. Wer war für Sie der beste Spieler des Turniers bzw. gibt's da Jemanden, den man überhaupt rausnehmen kann?


Chahed: „Für mich ist Dariusz Wosz der beste Spieler, der trotz seines nicht mehr ganz jungen Alters hier eine super Leistung gebracht hat und ein Garant für den dritten Platz war."


Das Ganze hier ist ja auch so eine Art "Klassentreffen". Freut man sich ein paar alte Gesichter wiederzusehen?


Chahed: „Ich habe ja nicht mit allen zusammengespielt, aber ich bin jetzt das erste Mal dabei und es sind alles super nette Jungs. Ich freue mich darauf, dann heute Abend nochmal mit allen am Tisch zu sitzen und sich in Ruhe austauschen zu können."


Sie sprechen es bereits an. Heute Abend geht es mit allen Turnierteilnehmern zur Players Party ins Ellington Hotel. Gibt es Grund zum Feiern, kann man zufrieden sein?


Chahed: „Richtig. Ich glaube aber eher das Wiedersehen ist Grund zum Feiern."


Bei der Gelegenheit muss ich Ihnen noch eine Frage stellen, die nichts mit dem heutigen Turnier zu tun hat. Ich bin Spieler und Schiedsrichter bei der Fußball-Vereinigung Wannsee und weiß, dass auch Sie einmal Spieler in Wannsee waren. Haben Sie noch Erinnerungen an die "alten Zeiten"?


Chahed: „Definitiv. Ich hab mich gerade mit Michel Dinzey darüber unterhalten, der auch mal bei Wannsee war. Ich weiß, dass der Platz in Wannsee jetzt zwei neue Rasenplätze hat. Außerdem habe ich während meiner Trainerausbildung beim Berliner Fußball-Verband zehn Stützpunkteinheiten vom DFB dort gemacht und war vor einem guten Dreivierteljahr das letzte Mal dort. Eine Verbindung gibt es definitiv noch, aber ich bin leider zeitlich durch meine Kinder stark gebunden und habe deswegen kaum noch Zeit was anderes zu machen."



Interview: Maximilian Wölfl





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