Teammanagerbericht: VfB/Einheit zu Pankow

Autor: André Kneiseler

27.05.2014

Mönch schickt Teige ins Kloster

VfB/Einheit zu Pankow – Steglitzer SC Südwest 1947 Berlin 2-1 (0-0)

Pankow: Mönch – Schenke – Krömke (C), Gornicz – Stude (ab 77. Wagner), Russ – Jechow, Röhlig, Plak – Heinrich, Schulze

Tore: 1-0 Röhlig (66.); 1-1 Seyyidoglu (71./Strafstoß); 2-1 Heinrich (81.)

Rote Karte: Seyyidoglu (SSC Südwest/86.)

Thomas Mönch vertrat Stammkeeper Clemens Teige gegen den SSC Südwest und debütierte am 27. Spieltag in der Startelf der ersten Mannschaft. Bereits in der ersten Minuten holte er sich mit einigen Ballkontakten sicherheit. Zudem stand die Pankower Abwehr mit Schenke, Kapitän Krömke und Gornicz, der für den verletzten Bötge spielte, sehr sicher und und ließ kaum Torchancen der Gäste zu.
In der ersten Hälfte begannen die Steglitzer druckvoll und zwangen die Hausherren immer wieder zu langen Bällen, die meisten kaum Entlastung brachten. Doch die Gäste erspielten sich kaum Möglichkeiten. Das Steglitzer Mittelfeld versuchte immer wieder Ramon Thomas in Szene zu setzen. Doch dieser blieb entweder an Lukasz Gornicz hängen oder brachte sich durch seine unbändige Armarbeit um Tormöglichkeiten, die vom guten Schiedsrichter Erol geahndet wurden. So hatten die Pankower sicherlich die besseren Chancen, die jedoch kläglich vergeben wurden.
Nach der Pause änderte sich am Spielgeschehen wenig. Steglitz machte Druck und der VfB konterte. In der 66. Spielminute bekam Einheit einen Einwurf zugesprochen. Der Ball war knapp im aus, doch der hervorragende Schiedsrichterassistent sah die Situation genau richtig. Heinrich brachte das Spielgerät schnell ins Spiel zurück, Oliver Röhlig startete im richtigen Moment, drang in den Strafraum ein und erzielte das, auf Grund der Torchancen, überfällige 1-0!
Nun drängten die Gäste noch stärken auf das Tor von Thomas Mönch. In der 70. Minute war es dann Gornicz, der etwas zu hart in einen Zweikampf ging und einen Strafstoß verursachte. Diesen versenkte Seyyidoglu unhaltbar in die rechte, obere Torwartecke. Und die Gäste drückten weiter, erspielten sich zahlreiche Torchancen. Doch die komplette VfB Abwehr machte hinten die Bude dicht. Mal war es Gornicz der den Ball auf der Linie per Kopf rettete, dann war es Schulze der klären konnte. Und wenn die Abwehr dann doch nichts mehr machen konnte, stand da ja noch der junge Teufelskerl Mönch im Tor. Mit Fuß, Fäusten, Händen oder den ganzen Körper wehrte er sich erfolgreich gegen ein zweites Gegentor. In der 75. Minute prallten Sven Stude (VfB) und Nils-Julius Gnutzmann (SSC Südwest) mit den Köpfen so unglücklich aneinander, das beide Spieler nicht mehr weitermachen konnten. Während Stude wenige Minuten später seinen zwei Wochen alten Sohn Luis in die Arme nehmen konnte, musste Gnutzmann mit einer blutenden Wunde am Ohr medizinisch versorgt werden.
Und dann kam die 81. Minute. Nach einer Ecke des guten Norman Jechow schraubte sich Marco Heinrich am 5 Meterraum nach oben und köpfte das zu diesem Zeitpunkt glückliche 2-1. Nach der roten Karte an Seyyidoglu wegen groben Foulspiels spielten die Südwestberliner immer aggresiver auf das Pankower gehäuse, doch an Thomas Mönch war an diesem Tag kein vorbeikommen mehr.
Am Ende steht ein nicht unverdienter Sieg der Hausherren auf dem Zettel. Und das Team vom Trainer Bernd Schmiedel hat wieder einmal bewiesen, das es mit der Spitzenteams der Bezirksliga mithalten kann.


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