Teammanagerbericht: SC Freiburg

Autor: Fritz Zimmermann

18.03.2014

Zu wenig Durchschlagskraft

Die Frauen des SC Freiburg haben ihr Heimspiel gegen den FC Bayern München mit 0:2 (0:2) verloren. Sarah Hagen brachte die Bayern vor 480 Zuschauern im Möslestadion mit 1:0 in Führung (38. Minute), Katharina Baunach sorgte kurz vor Schluss für den 0:2-Endstand (87.). Nach dem 13. Spieltag in der Frauen-Bundesliga ist das Team von Dietmar Sehrig nun Tabellenneunter.
In der Anfangsphase spielten beide Mannschaften defensiv gut organisiert und leisteten sich Fehler im Aufbauspiel. Somit war es wenig verwunderlich, dass es auf beiden Seiten nur zu wenigen Torchancen kam und so blieb es auf Freiburger Seite bei einer ersten Torannäherung von Sylvia Arnold (12.). Auf der anderen Seite hatte Sarah Hagen eine erste Halbchance (14.), köpfte den Ball jedoch über das Tor. Wenige Minuten später legte erneut Hagen auf Vanessa Bürki ab, deren Schlenzer aufs lange Ecke jedoch glänzend von Laura Benkarth pariert wurde (19.). Hagen avancierte zur auffälligsten Akteurin auf dem Platz, in der 25. Minute köpfte sie nach einem Eckball nur knapp über den Kasten. Die Gäste hatten nun mehr Spielanteile und übernahmen zunehmend die Kontrolle über die Partie. Der Sport-Club dagegen ließ sich in die eigene Hälfte fallen. Bei einem Konter der Freiburgerinnen verloren diese den Ball im Mittelfeld. Ein langer Diagonalpass über das halbe Spielfeld landete bei der völlig freistehenden Sarah Hagen, die den Ball an der herausstürmenden Benkarth zum 1:0 im SC-Tor versenkte (38.). Kurz vor der Pause kam der Sport-Club doch noch zu einer Großchance: Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld durch Myriam Krüger schaltete Melanie Leupolz besonders schnell und spielte den Ball zu Nationalmannschaftskollegin Sara Däbritz, die das Leder aus zwölf Metern jedoch knapp am Tor vorbei setzte (43.). Auf der anderen Seite konnten die Freiburgerinnen von Glück reden, dass Lena Lotzens Schuss nicht im Freiburger Tor landete, sondern noch im letzten Moment geblockt wurde (45.+1).

Nach dem Wechsel agierte die Sehrig-Elf zunächst nervös. Nach einem gefährlichen Rückpass auf Laura Benkarth verlor diese den Ball an Hagen, deren Flanke Olivia Schough fand. Ihr Schuss streifte jedoch knapp über das SC-Gehäuse (50.). Dennoch waren die Freiburgerinnen nun wesentlich mutiger, aggressiver in den Zweikämpfen und erspielten sich mehr Anteile. Bis auf einen harmlosen Freistoß von Juliane Maier (54.) sprang dabei jedoch zunächst nichts Nennenswertes heraus. Die nächste Freiburger Torchance ließ bis zur 74. Minute auf sich warten, der Schuss von Margarita Gideon landete in den Armen von Torfrau Kathrin Längert. Ansonsten blieben echte Torchancen für die Breisgauerinnen aus, die Gäste blieben über Konter gefährlich. Kurz vor Ende der Partie sorgte Katharina Baunach mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 18 Metern für das spielentscheidende 0:2 (87.).

Stenogramm:
SC Freiburg: Benkarth – Clark, Abbé, Störzel (60. Savin), Igwe – Krüger, Maier – Arnold, Däbritz – Gidion (79. O'Sullivan), Leupolz
FC Bayern München: Längert – Lewandowski, Holstad – Berge, Baunach, Schough (83.Schöne) – Schnaderbeck, Manieri, Gaugigl – Lotzen, Hagen, Bürki (75. Beckmann)
Tore: 0:1 Hagen (38.), 0:2 Baunach (87.)
Gelbe Karten: Igwe – Baunach
Schiedsrichterin: Katrin Rafalski (Bad Zwesten)
Zuschauer: 480

Stimmen zum Spiel:

Dietmar Sehrig (Trainer SC Freiburg):
"In der ersten Halbzeit haben wir zu wenig zugetraut. Nach der Pause sind wir besser und aggressiver in die Zweikämpfe gegangen, wie wir uns das auch für die erste Halbzeit vorgenommen hatten. In der Offensive hat uns die Durchschlagskraft gefehlt, bis auf ein paar Halbchancen haben wir uns nichts heraus spielen können. Wir haben die Bälle zu einfach her geschenkt und so unsere Arbeit zunichte gemacht. Die Kombinationen waren nicht immer flüssig, die Bayern standen aber auch sehr kompakt. Letztendlich war Bayern einen Tick besser und hat die Möglichkeiten konsequent genutzt."

Thomas Wörle (Trainer FC Bayern München):
"Wir haben sehr gut ins Spiel gefunden und die erste Halbzeit komplett dominiert. Aufgrund der Spielanteile und der besseren Torchancen hätten wir früher mit 2:0 in Führung gehen müssen. Wir hatten einige Nationalspielerinnen dabei, die viele Spiele in den Knochen hatten. In den letzten 20 bis 25 Minuten war Freiburg am anrennen, diese Phase mussten wir überstehen, auch wenn sie sich keine echten Torchancen haben erspielen konnten. Auf der anderen Seite haben wir einige Konter leichtfertig liegen gelassen. Der Freistoß am Ende war dann der krönende Abschluss."

Tobias Becker, Pressesprecher,Frauen SC Freiburg


Kommentieren