Teammanagerbericht: 1. Traber FC

Autor: Alexander Buder

04.12.2013

SV Rot-Weiß Viktoria Mitte vs.1.Traber FC Mariendorf

Ein Spiel zweier ungleicher Mannschaften zwischen den Hausherren von Viktoria und den Gästen vom Traber FC begann außerordentlich turbolent. Die Gastgeber spielten zunächst mit 10 Mann, bevor auch der 11. Spieler nach gut zehn Minuten das Feld betrat. Da stand es bereits 0:1 für den Traber FC, der die Unsortiertheit der Hausherren promt in der ersten Minute durch einen Fehler der Hintermannschaft ausnutzen konnte. Nach der frühen Führung spielten die Traberaner alledings irgendwie gehemmt, mit "angezogener Handbremse" so hatte man den Eindruck. Traber versuchte häufig mit langen Bällen die Stürmer in Szene zu setzen, was auf dem nassen und rutschigen Boden nicht die beste Alternative war. Viktoria hingegen kam kaum über die Mittellinie hinaus.
Nach einer guten Viertelstunde brachte Trabers-Topscorer die Gäste mit einem Distanzschuß aus rund 20 Metern in Führung. (0:2, 16.Min.)
Mit der ausgebauten Führung, setzte Traber zwar Viktoria weiter unter Druck, allerdings kombinierten die Traberaner nicht wie gewohnt und spielten sich so nicht die zwingenden Chancen heraus, die zu einer höheren Pausenführung gegen den Tabellenletzten geführt hätten. Im Gegenteil, denn mit einem der wenigen Vorstößen der Gastgeber, erzielte Viktoria kurz vor der Halbzeit den schmeichelhaften 1:2 Anschlusstreffer.
Für den Tabellenzweiten natürlich eine ungenügende Halbzeitbilanz, die sich weit aus mehr vorgenommen hatten.
Nach deutlichen Worten des Trainers zum Pausentee, kamen die Traberaner mit einer anderen Körpersprache aus der Kabine und legten einen "Gang" zu.
Der Torwart, bester Spieler der Gastgeber hielt großartig, ließ allerdings mindestens jeden zweiten Ball fallen, oder klärte ungenügend zur Mitte, anstatt zur Seite. Von solch einer Aktion konnte einer der Traber Stürmer profitieren, denn nach einem Freistoß bekamen die Hausherren den Ball nicht geklärt und er brauchte den zuvor gut parierten, aber nicht konsequent geklärten Ball nur noch einnetzen. (1:3, 48.Min.)
Zehn Minuten später bekam Traber einen Elfmeter zugesprochen, dem ein Foulspiel voranging und nach wiederholtem Foulspiel noch eine gelb-rote Karte mit sich zog.
Den Foulelfmeter nutzte Traber zum 1:4 in der 58.Minute. Anschließend traf der Traber-Kapitän mit einem sehenswerten 20-Meter-Distanzschuss mit dem "schwächeren" Linken zum 1:5 (59.Min.)
Traber hatte dann Chancen im Minuten-Takt, spielte die Überzahl alledings nur bedingt aus bzw. vergab Großchancen leichtsinnig.
In der 77. Minute musste ein weiterer Viktoria-Spieler das Spielfeld verlassen, denn auch dieser hatte für das wiederholte Foulspielen gelb-rot gesehen. Die oft zitierten "Frustfouls" häuften sich, alledings gaben sich die 9 tapfer kämpfenden Hausherren nicht auf und spielten die Partie zu Ende.
Eine Minute vor dem Ende, nach einem Flankenball in die Tiefe, legte der Traber-Top-Scorer uneigennützig quer, so dass der Ball nur noch über die Linie geschoben werden musste. (1:6, 89.Min. ENDSTAND)
Abschließend ist die tapfere Leistung der Gastgeber anzuerkennen und anzumerken, dass Traber hätte die Partie zweistellig gewinnen müssen.


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