Teammanagerbericht: Weißenseer FC II

Autor: Alex Scharsig

23.09.2014

Ärgerliche Niederlage nach großem Kampf.

Die zweite Mannschaft des Weißenseer FC unterlag, kurioserweise nach der bisher besten Saisonleistung, inklusive zweimaliger Egalisierung eines Rückstandes, zum zweiten Mal hintereinander zu Hause gegen eines der momentan tabellarisch höher angesiedelten Teams.

Spielerisch auf, im Kreisliga A-Verhältnis, oberem Niveau, schenkten sich beide Mannschaften nichts und lieferten sich im ersten Durchgang einen offenen Schlagabtausch. Wer Aufsteiger, und wer Favorit war, konnte man nicht erkennen. Der WFC hatte mehr Spielanteile, der SV Buchholz vermochte mit größerer Abgeklärtheit zu überzeugen. Die frühe Führung der Gastgeber hielt elf Minuten, nach 8 weiteren gespielten, schien sich das Blatt vorerst zu wenden. Jedoch vermochte der abermals groß aufspielende Braun kurz vor dem Pausenpfiff den Ausgleich zu besorgen. Zum Leidwesen der Weißenseer Bank traf, als das verdiente Unentschieden zur Halbzeit quasi schon feststand, der Unglücksrabe Schulz ins eigene Tor und somit zur neuerlichen Gästeführung.

Der zweite Durchgang war zwar spielerisch weniger anspruchsvoll, dafür nochmals um Einiges spannender. Kurz bevor die letzte halbe Stunde anbrach, besorgte abermals Braun den immer noch vollkommen angemessen Gleichstand. Es wurde nunmehr fleißig durchgewechselt. O. Pajonk vergab auf Gastgeberseite die große Chance zur neuerlichen Führung, der Spielleiter verweigerte den Gästen einen Elfmeter, nach vermeintlichem Foul des Selbigen. Ausgleichende Gerechtigkeit, mochte man meinen. Das Spiel wurde indes nochmals "ruppiger", obwohl es trotz aller Intensität bis dahin verhältnismäßig fair hätte enden können. Der Schiedsrichter trug, auch indem er die permanente Unruhestiftung von außen nicht ahndete, seinen Teil zu diesem Umstand bei. Inmitten dieser hitzigen Phase erzielte Buchholz aus dem Gewühl, nach einem in den Strafraum gelangten Einwurf, den einerseits umjubelten, andererseits umstrittenen Ausgleich. Alle Proteste der Weißenseer nutzten nichts. Deren humpelnder Mannschaftskapitän bekam sogar noch die Gelbe Karte wegen vermeintlicher Schauspielerei gezeigt. Nach einer der permanenten Verbalattacken der Buchholzer Bank ließ sich in der Nachspielzeit Weißensees Nummer 4 noch zu einer nicht sonderlich klugen "Unsportlichkeit" hinreißen, die entweder mit mehr Fingerspitzengefühl auch mit einer Ermahnung geahndet, oder mit Konsequenz (frühzeitige Verbannung des durchgängig pöbelnden, schreinenden, lautstark reklamierenden Urhebers) hätte vermieden werden können.

Fazit: Ein gutes Spiel auf hohem Niveau, was weder Sieger noch Verlierer verdient gehabt hätte. Buchholz setzt sich oben fest, Weißensee muss vorerst wieder nach unten sehen, hat aber die Gewissheit, jedem Gegner der Staffel auf dem Platz Probleme bereiten zu können. Neben dem zweifachen Torschützen M. Braun stachen aus einer, bis auf die Gegentorsituationen, geschlossen auftretenden Heimmannschaft noch der stets präsente S. Lindenhayn und der gewohnt humor- und kompromisslose Abwehrchef P. Kasparek heraus.


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