05.11.2014

Zwei verschenkte Punkte

Remis ein leichter Dämpfer für Nulldrei – Cepni fliegt vom Platz

Sechstes Heimspiel, fünfter Sieg – viele Nulldrei-Anhänger hatten auf eine Fortsetzung der letzten Wochen gehofft. Aber daraus wurde im Duell beste Heimmannschaft gegen schwächstes Auswärtsteam nichts, obwohl die zuletzt formstarken Hausherren deutliche Feldvorteile und genügend Möglichkeiten für einen weiteren Heimsieg besaßen.

Zunächst kam dieses Spiel schwer in die Gänge und bot überschaubares Gekicke. Was am verhaltenen Beginn der Filmstädter lag, die früh verletzungsbedingt auf Routinier Prochnow verzichten mussten. Gegen die robuste Auerbacher Defensive dauerte es eine halbe Stunde, ehe Nulldrei per blitzgescheitem Spielzug über Mihm, Cubukcu und Zimmer gefährlich vors VfB-Tor kam. Doch Cepni wurde beim Abschluss abgeblockt (31.). Dennoch war dies das Signal zu mehr Mut in der Offensive. Makangu (45.) und Cubukcu (45.+1), der aus 14 Metern an Dölz scheiterte, verpassten vor dem Wechsel die Führung.

Das verdiente 1:0 folgte gleich zu Beginn von Hälfte zwei. 03-Kapitän Albrecht agierte links als Flankengeber und fand Zimmer, der nach feiner Täuschung mit dem rechten Fuß den erfolgreichen Abschluss besorgte. Nun kamen die Hausherren in Fahrt und hatten ihre beste Phase. Albrecht (56., genau auf Dölz) und Makangu (Abseitstor, 56.) blieben glücklos. Bei Cubukcus Faller – trotz Kontakt sicher einen Tick zu theatralisch – im Strafraum (65.) blieb der Elfmeterpfiff aus.

Aus dem Nichts folgte die kalte Dusche für Babelsberg. Auerbach, zuvor nur mit einem ernsthaften Torschuss auf Gladrows Kasten (Hampf, 57.), markierte nach Kombination über Philipp Müller und Aiyegbusi durch Joker Bocek den Ausgleich. Die Fehlerkette in der Nulldrei-Defensive hieß: Hellwig (zu passiv gegen Ph. Müller), Schmidt (ließ Aiyegbusi ziehen), Mihm (konnte Bocek nicht stoppen). Vom Spielverlauf war das 1:1 unverdient, aber die wackeren Vogtländer interessierte das herzlich wenig. Ihnen gelang im sechsten Anlauf das erste Auswärtstor der Saison.

Nulldrei verlor nach diesem Dämpfer für zehn Minuten den Faden, berappelte sich aber für eine turbulente Schlussoffensive. Erst verzog Cubukcu (81.) aus spitzem Winkel, dann folgte der überzogene Platzverweis gegen Cepni (88.). Nach brachialem Check von Paul wollte Schiri Kluge einen Kopfstoß des Babelsberger Außenverteidigers gesehen haben. Wobei es Kluges Geheimnis blieb, warum dann Gelb-Rot (statt Rot) folgte. In Unterzahl holte Nulldrei sogar drei weitere Riesen heraus, aber Sindik und Cubukcu (jeweils 89.) und Mihm (Kopfball, 90.+1) schlossen zu ungenau ab.

SV Babelsberg 03 – VfB Auerbach 1:1 (1:0)

BABELSBERG: Gladrow – Mihm, Schmidt, Prochnow (13. von Piechowski), Cepni – Sindik, Hellwig – Zimmer (62. Uzun), Cubukcu, Albrecht – Makangu (79. Hecko).
AUERBACH: Dölz – Dressel (60. Bocek), Rau, Paul, Hampf – Wemme (56. Paradies), Ph. Müller, Kötzsch (73. Vogel), Hoffmann – Jedinak, Aiyegbusi.
SR: Kluge (Zeitz). – z.Z.: 2034.
TORE: 1:0 (47.) Zimmer, lässt nach Albrecht-Hereingabe Gegenspieler Paul schlecht aussehen und trifft aus zwölf Metern; 1:1 (69.) Bocek, drückt Aiyegbusi-Zuspiel vor Mihm aus Nahdistanz ein.
GELBE KARTEN: – Jedinak, Hampf, Paul, Rau.
GELB-ROTE KARTE: 88. Cepni (U+U).
BESTE SPIELER: von Piechowski, Zimmer, Cubukcu, Albrecht – Dölz, Kötzsch, Aiyegbusi.

Von Felix Ney

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