27.12.2013

Zusammenhalt als großes Plus

Spitzenreiter Falkensee-Finkenkrug – mit kleinem Kader große Sprünge

Die Stimmung bei der Jahresabschlussfeier der Falkenseer nach dem letzten Hinrundenspiel gegen Blau-Gelb Laubsdorf konnte kaum besser sein. Mit einem 1:1 beendete die Mannschaft von Trainer Frank Rohde eine alle Erwartungen übertreffende Halbserie. Mit 30 Punkten liegt FF einen Zähler vor dem höher eingeschätzten TuS Sachsenhausen. Schon in der Vorsaison hatten die Falkenseer eine starke Rückrunde gespielt und sich noch bis auf den dritten Platz nach vorn gearbeitet. Trotzdem hätte sich Rohde nie träumen lassen, als Tabellenerster in die Winterpause zu gehen. Denn im Gegensatz zu anderen Vereinen sind die Bedingungen für die Falkenseer relativ bescheiden.

„Unser Vorteil ist der große Zusammenhalt. Was die Jungs angesichts des dünnen Kaders bisher geleistet haben, ist sensationell“, lobt Rohde, der selbst nur bei fünf der 15 Spiele dabei sein konnte, weil sein Herz nicht mehr so mitmachte wie es sollte. „Meine Vertreter Andreas Schiemann und Silvio Koos haben ihre Sache sehr gut gemacht und die Mannschaft auf Platz eins geführt“, lobt Rohde weiter. Am 21. Oktober beim 3:2-Sieg in Werder setzten sich die Falkenseer an die Spitze. In dieser Zeit sei das Team um Routinier und Abwehrchef Thomas Gellner noch enger zusammengerückt, resümiert „Wuschi“ Rohde. Auch das Glück des Tüchtigen stand ihnen einige Male zur Seite, so bei den Siegen gegen die spielerisch starken Neuruppiner und Schöneicher. Die beste Leistung der Hinrunde bot FF beim Sieg in Sachsenhausen.

Dazu kommt eine gewisse Kontinuität in der Mannschaft. Trainer Rohde konnte mit ganz wenigen Ausnahmen weiter auf das Personal setzen, mit der schon die Rückrunde in der Saison zuvor bestritten wurde. Unter den vier Neuzugängen war keiner, der enttäuschte. Rückkehrer Bastian Pirschel (aus Sachenhausen) fügte sich wieder nahtlos ein. Dennis Hildebrandt (von Optik Rathenow), Dennis Vogler (Tennis Borussia) und Sascha Lorke (Blankenfelde/ Mahlow) gehören inzwischen zu den Leistungsträgern.

Vogler, der schon zu Oberligazeiten einmal eine Saison bei den Falkenseern spielte, schwang sich mit sieben Treffern sogar zum besten Torschützen des Teams auf. Kim Schwager, der Vorjahres-Torschützenkönig, übernahm nunmehr den Part des Vorbereiters. Erfreut registrierte Frank Rohde auch, dass jüngere Spieler wie Fabian Kracht und Fabian Rübekohl weitere Fortschritte gemacht haben und weitere Einsätze verdient haben. Personell wird in der Winterpause in Falkensee nicht allzuviel passieren. Ein, zwei Neuzugänge wird es sicher geben, die aber noch nicht spruchreif sind. Zudem wird auf die Rückkehr von Michael Holz gehofft, der in der Hinrunde komplett verletzt ausgefallen ist. Er kann die Defensive weiter stärken.

Gedanken über einen möglichen Aufstieg in die Oberliga angesichts der guten ersten Halbserie weist der Coach jedoch von sich. „Damit beschäftige ich mich nicht“, so Rohde. Natürlich wollen die Spieler immer gewinnen, aber für ihn sei es wichtiger, dass er mit der Mannschaft angesichts des erreichten Ergebnisses relativ gelassen in die Rückrunde gehen kann: „Was dann am Ende herauskommt, werden wir sehen.“ Eine mögliche Rückkehr in die Oberliga – dort spielte FF einst drei Jahre – wäre nämlich auch ein finanzieller Kraftakt. Zahlungskräftige Sponsoren stehen bei dem Verein nicht gerade Schlange. Ob die Falkenseer noch einmal ein solches Risiko eingehen, wenn sie im Juni nächstes Jahres immer noch an der Spitze stehen sollten, darüber will der Vereinsvorstand in der Winterpause beraten.

Von Axel Eifert

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