17.12.2014

Zu viele individuelle Fehler

Die Nachhol-Begegnung vom 14. Spieltag der Bundesliga Nord/Nordost zwischen Hertha BSC und dem FC St. Pauli endete nach abwechslungsreichem Spielverlauf 2:2. Dadurch versäumten es die Berliner, zu Hannover 96 und dem Hamburger SV aufzuschließen, während sich St. Pauli einen wichtigen Punkt im Kampf um den Ligaverbleib sicherte.

Den besseren Start erwischte das Team von Trainer Andreas Thom. In der ersten Viertelstunde kamen die Berliner zu mehreren Möglichkeiten, von denen ein Pfostenschuss von Zanin in der zweiten Minute die größte war. Zanin war es dann auch, der die Drangphase der Herthaner mit seinem zweiten Saisontreffer krönte. Die Gäste aus Hamburg stellten sich im Verlauf der ersten Hälfte jedoch immer besser auf ihren Gegner ein und störten die Blau-Weißen effektiv im Spielaufbau. Die Ballgewinne führten zu gefährlichen Kontern, die die aufgerückte Abwehrreihe der Berliner ein ums andere Mal überraschten. Die Tore für St. Pauli ähnelten sich daher sehr: Ein hoher Ball, hinter die Abwehrreihe gespielt, wurde vom aufnehmenden Spieler sehr gut verarbeitet, die Abwehrspieler kamen nicht mehr hinterher und Torwart Herrmann konnte in diesen Fällen nicht entscheidend eingreifen. Ansonsten sorgte der Torhüter der Herthaner im gesamten Spiel mit souveränen Paraden dafür, dass das Tornetz hinter ihm gelassen im Winterwind hängen durfte. Mit einem Rückstand ging es schließlich in die Pause.

Die zweite Hälfte begannen die Berliner so dominant wie die erste. Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff stellte Schultz-Fademrecht durch einen Abstauber den Ausgleich her. In der Folge erarbeitete sich Hertha immer wieder Möglichkeiten, die entweder durch den Gegner entschärft wurden oder neben das Tor gingen, wie bei den Chancen von Maier (67.) oder dem eingewechselten Neuwald (63., 72.).

Andreas Thom war nach dem Spiel bedient: „Phasenweise spielen wir sehr gut, aber wie so häufig bringen uns individuelle Fehler um den Sieg.“ Zufrieden dagegen zeigte sich Gästecoach Bargfrede: „Meine Not-Elf hat das Maximum herausgeholt.“ Nach der Winterpause geht es hoffentlich bei Hertha mit neuer Frische weiter.

Hertha BSC – FC St. Pauli 2:2 (1:2)

HERTHA: Herrmann – Schwarz (57. Glen), Baak, Egerer, Ernesto (41. Dingas) – Maier – Akyol, Zografakis, Schultz-Fademrecht, Friede (55. Neuwald) – Zanin (70. Kyeremeh).
PAULI: Burgemeister – Rocktäschel, Mohr, Wilckens, Wilms (62. Golke) – Otte (67. Gnerlich) – Knutzen (72. Todt), Zehir, Schreck (75. Adomako), Pfeiffer – Kovacic.
SR: Björn Maertens (VfL Bienrode) – Z.: 60.
TORE: 1:0 (11.) Zanin, nach Lupfer von Zografakis; 1:1 (17.) Pfeiffer, nach Konter; 1:2 (30.) Knutzen, mit Flachschuss; 2:2 (43.) Schultz-Fademrecht, Schuss aus kurzer Distanz nach Gedränge im Strafraum.
GELBE KARTEN: Maier – Zehir.
BESTE SPIELER: Schultz-Fademrecht, Maier, Herrmann – Schreck, Knutzen, Wilckens.

Von Henrik Dornseifer

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