28.02.2018

Unbeliebt – Montagsspiele in der Bundesliga

Die Fußballfans haben keine Lust auf Fußball am Montag. Für sie hat der Montagabend keine Zukunft. Fünf Bundesligaspiele stehen in dieser Saison auf dem Spielplan – zwei fanden unter teils massiven Fan-Protesten statt. Es wurden zwar in der Geschichte der Bundesliga auch schon zu 15 Montagsspiele ausgetragen, aber das waren meist nur spezielle Einzelfälle.

Beim ersten regulären Montagsspiel am 19. Februar siegte die Eintracht Frankfurt mit 2:1 gegen Leipzig .Aber die Bilder dieser Begegnung hatte man zuvor in der Liga noch nie gesehen: Mit Trillerpfeifen und tausenden von Tennisbällen sowie Transparenten machten die Fans Stimmung gegen die verhassten Montagsspiele. Das Spiel wurde mit 5-minütiger Verspätung abgepfiffen und auch der Beginn der zweiten Halbzeit verzögerte sich – aber: Ein befürchtetes Chaos blieb aus.


Beim zweiten Montagsspiel begegnete Borussia Dortmund in einem Heimspiel und der FC Augsburg. Das Spiel wurde mit einem Remis (1:1) abgepfiffen und aus Protest gegen die Montagspartie blieben über 25.000 Plätze im Dortmunder Stadion leer. Es gab keine Trillerpfeifen und Tennisbälle, aber jede Menge Anti-Montag- Spruchbänder.

Während die Deutsche Fußballliga (DFL) ihre „sportlichen“ Gründe für die neuen Spieltermine rechtfertigt, planen die Fans weitere Protestaktionen. Sie sehen in den Montagsspielen einen weiteren Schritt Richtung in Kommerzialisierung des Fußballs auf dem Rücken der Fans. Die „sportlichen“ Gründe seien in der Entlastung der Teilnehmer der Europa League zu sehen, so argumentiert die DFL. Die Vereine hätten in der Vergangenheit moniert, nach einem Donnerstagspiel bereits wieder am Samstag spielen zu müssen. Insgesamt wurden für die Saison 2017/18 zehn Ausweichtermine eingeführt, wovon fünf auf den Sonntag und die anderen fünf auf den Montag fallen.

Eine repräsentative Umfragestudie (von t-online.de) stellte fest, dass die Mehrheit der Deutschen den Montagsspielen abgeneigt gegenüber steht. So bewerteten nur 7,4 Prozent der Befragten die Austragung als sehr positiv oder eher positiv, während 48,7 Prozent strikt gegen die eingeführten Montagsspiele sind. 43,9 Prozent wollten die Umfrage nicht bewerten. Was bleibt, ist nach wie vor ein Streit-Thema, das immer wieder die Gemüter der Fans erhitzt. Wenn es allerdings bei den Fußballspielen in der Bundesliga um das Tipp-abgeben geht, sind die Fußballfans ganz weit vorne. Die Sportwetten boomen und das wird sich auch nicht ändern: Die Weltmeisterschaft steht in den Startlöchern und wer noch keinen Buchmacher hat, wird auf jeden Fall hier fündig: https://www.wettanbietererfahrungen.com auf.

Die Montagsspiele in der Geschichte der Bundesliga

Die Partien in der Bundesliga, die in der Vergangenheit an einem Montag ausgetragen wurden, hatten vielfältige Gründe: Olympia, Regengüsse, Olympia, eine TV-Liveübertragung oder eine von Vereinen gewünschte Terminverlegung, die sich am Ende als unglücklich erwies.


Am 30. März 1964 begegneten sich der 1. FC Saarbrücken und Borussia Dortmund. Das Spiel endete mit einem 2:1. Es war der erste Montag der Fußball-Bundesliga Premierensaison 1963/1964. Der Ostermontag war damals für Nachholspiele vorgesehen und es gab an diesem Tag insgesamt vier Partien. Lothar Emmerich vom BVB gelang bei diesem Spiel etwas Historisches. Er wurde der erste Montagstorschütze.

Am 30. März 1970 kam es zur Begegnung zwischen Eintracht Frankfurt und Alemannia Aachen, wobei die Eintracht mit 6:2 gewann. Das Spiel war für den Ostersamstag geplant, wurde dann aber wegen Terminnot auf den Ostermontag verlegt.

Ein Abstiegsduell zwischen Rot-Weiss Essen und Bremen endete am 27. April 1970 mit einem 3:2. Diese Partie vom 30. Spieltag gilt als erstes Spiel an einem Werktag.
Ein torloses Spiel gaben sich am 5. April 1985 die Borussen gegen Waldhof Mannheim (0:0). Der Platz war am Freitagabend nicht bespielbar wegen Dauerregens, daher wurde das Spiel auf den Montag verlegt.
Am 31. März 1986 wurde das Spiel Borussia Dortmund gegen Werder Bremen(1:1) nachgeholt, das von Ostersamstag auf Ostermontag umterminiert wurde. 
 
Aus Angst um Zuschauer wurde auf Bitten des VfL Bochum das Spiel VfL Bochum gegen Bayer Uerdingen (1:4) auf Montag, den 28. September 1987 verschoben. Begründet wurde die Verlegung damit, dass am Samstag der FC Schalke 04 gegen Bayern München zur gleichen Uhrzeit in Gelsenkirchen auflief. 

Eigentlich sollte in Ende September gespielt werden, aber da in Seoul die Olympiaauswahl um Medaillen kämpfte, bot der DFB mehrere Ausweichtermine an. Die Bosse von 1. FC Nürnberg und Hamburger SV (1:4) entschieden sich für den 3. Oktober – das war vor der Deutschen Einheit dann ein ganz normaler Werktag und ein Montag.
Am 16. April 1990 kam es zu der Partie 1. FC Nürnberg gegen Borussia Dortmund (1:3) und am 26. April 1993 spielte Werder Bremen gegen Bayern München (4:1). Die Begegnung der punktgleichen Mannschaften wollte der Bundesliga TV-Sender SAT1 unbedingt übertragen. Das ging nur am Montag. 

Kommentieren

Vermarktung: