22.10.2014

Touré trifft nur den Pfosten

Nach einer über weite Strecken ansehnlichen Partie konnte der VfL Wolfsburg mit einem letztlich verdienten, wenngleich nur knappen 1:0-Sieg aus dem Mommsenstadion wieder zurück nach Niedersachsen fahren. Bevor die Partie jedoch überhaupt beginnen konnte, wurden die etwa 150 Zuschauer sowie die Spieler auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Der Ferienbeginn in Kombination mit dem Bahnstreik sorgte für volle Autobahnen. Entsprechend meldete das aus Hamburg anreisende Schiedsrichtergespann von unterwegs: „Stau!“ Der Anpfiff erfolgte letztlich satte 45 Minuten nach der geplanten Anstoßzeit.

Derart lange auf die Folter gespannt, legten beide Mannschaften dann aber auch gleich mit hohem Tempo los, sie boten dabei auch technisch ansprechenden Fußball. Die Akteure der „Veilchen“ versteckten sich dabei keinesfalls vor den vermeintlich übermächtigen Wolfsburgern und konnten sich zudem die ersten hochkarätigen Chancen der Partie erarbeiten. Turan (3.), Touré (9.) und Gevorgyan (21.) scheiterten mit ihren Schüssen jedoch am Wolfsburger Torhüter Menzel, der ebenso wie sein Gegenüber Amelung eine sehr gute Leistung zeigte.

Das Tor des Tages erzielten jedoch die Wolfsburger. Nieland nutzte einen Abstimmungsfehler in der Verteidigung der Borussen gnadenlos aus (26.). Im direkten Gegenzug bemühte sich Touré um eine schnelle Antwort. Nach einem tollen Zuspiel traf er aber nur den Außenpfosten (27.). Nach der Pause verflachte die Partie etwas. TeBe brachte nun nicht mehr die Energie für ein ähnlich temporeiches Spiel auf wie in der ersten Halbzeit. Die Wolfsburger hatten jetzt leichtes Spiel und setzten voll und ganz auf Konter. Die sich fast zwangsläufig ergebenden Konterchancen gegen eine weit aufgerückte TeBe-Elf blieben zwar ungenutzt, aber dennoch geriet der Sieg der Gäste nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Zu harmlos und mitunter auch sehr unpräzise gerieten die Offensivbemühungen der tapferen Tennis Borussen.

TeBe-Coach Tim Jauer trauerte nach dem Spiel den guten Chancen im ersten Durchgang hinterher: „Wir haben es einfach versäumt, in Führung zu gehen. Ich kann den Jungs aber keinen Vorwurf machen, sie haben alles probiert.“ Trotz der Niederlage zog der Trainer ein insgesamt positives Zwischenfazit: „Um unsere Punktausbeute beneiden uns sicher einige andere Vereine.“

Tennis Borussia – VfL Wolfsburg 0:1 (0:1)

TEBE: Amelung – Wieland (41. Dadachev), El-Haibi, Lange, Bilbija (68. Almubaslat)– Cicek (59. Aydogdu) – Touré, Gevorgyan, Schikowski, Karupovic – Turan (63. Obeid).
WOLFSBURG: Menzel – Friehe, Wossmann, Witte, Radowski – Kara (50. Kirkafa), Saglam, Neuwirt, Berisa – Nieland (75. Speh), Mason (79. Jaeckel).
SR: Pötter (Hamburg) – z.Z.: 92.
TORE: 0:1 (26.) Nieland, verwertet Flanke von außen aus kurzer Distanz.
GELBE KARTEN: Wieland – Witte.
BESTE SPIELER: Amelung, Toure – Mason, Menzel, Nieland.

Von Denis Roters

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