08.10.2014

Teixera überragt und trifft

Junge Unioner sind die Tabellenführung wieder los

Ein überraschendes Resultat. Zweifellos. Doch bleibt nach Betrachtung und Analyse dieses interessanten, kurzweiligen Spieles als Fazit festzuhalten: Der Sieg der Germania war auch in dieser Höhe verdient, was Unions Trainer Robert Jaspert mit süßsaurer Miene auch indirekt bestätigte, denn: „Heute hat mein junges Team in vielen Situationen zum ersten Mal aufgezeigt bekommen, was es heißt, gegen ein Männerteam zu spielen.“

Gegenüber dem Vorwochenerfolg über Auerbach fehlten den Wuhlheidern Henning (krank) und Razeek (muss sich einer Schulteroperation unterziehen). Dafür rotierten Zejnullahu und Skrzybski ins Team. Der Gastgeber begann auch im Stile eines Favoriten. Doch bereits der erste Gäste-Konter sorgte für Ernüchterung. Yesilli verursachte einen unnötigen Eckstoß. Kochs unglücklicher Klärungsversuch gleich den zweiten. Den köpfte Beil am Fünfmeterraum mittig ein, wobei auch Keeper Kroll recht unglücklich postiert schien. Eine Fehlerkette, die sich im weiteren Spielverlauf wie ein roter Faden durchzog.

Denn bei allem Bemühen: Richtige Möglichkeiten konnten sich die feldüberlegenen Youngster nicht erspielen. Allein Zejnullahus Flatterball stellte Nagel vor ernsthafte Probleme (32.). Ansonsten stand Germania gut und kompakt in der Ordnung, arbeitete körperbetont aber fair gegen Ball und Gegner. Die dazu oft hohen Anspielversuche waren ein gefundenes Fressen für die Recken um den fehlerfrei die Defensive organisierenden Nennhuber. Dazu wurden Balleroberungen im fortschreitenden Spielverlauf immer wieder zu guten Umkehraktionen genutzt. Teixera überragte dabei als ballsichernder, die Bälle klug verteilender Anspielpunkt. Auf den Flügeln gefielen Beil wie J. Nagel mit Gradlinigkeit und Übersicht. Zwar ging dem zweiten Treffer ein Missverständnis zwischen Hollwitz und Oschmann voraus. Doch die anschließende Kombination und Vollendung Teixeras – dies atmete schon individuelle Klasse und Selbstverständnis aus.

Nach der Pause versuchten die „Eisernen“ noch mal alles. Der eingewechselte Brenneisen brachte frischen Wind. Dennoch gab's nur eine ernsthafte Möglichkeit, als Zejnullahu nach Duett mit Skrzybski noch soeben vom einschwebenden Schubert geblockt wurde (54.). Spätestens mit Teixeras zweitem Streich war der Kuchen gegessen. Fortan war sogar ein höherer Gästesieg im Bereich des Möglichen.

1. FC Union II – Germania Halberstadt 0:3 (0:2)

UNION: Kroll – Yesilli, Eglseder, Hollwitz, Oschmann – Koch – Giese, Zejnullahu (71. Wedemann), Gomaa (46. Brenneisen) – Skrzybski, Uzan (61. Istvanic).
GERMANIA: P. Nagel – Schütze (79. Fraus), Meier, Nennhuber, Dervishaj – Beil, Wersig (46. Labisch), Schubert, J. Nagel (69. Kullmann) – Teixera Rebelo, Ristovski.
SR: Wartmann (Großvargula) – Z: 421.
TOR: 0:1 (8.) Beil, 0:2 (35.) Teixera Rebelo, 0:3 (70.) Teixera Rebelo.
GELBE KARTEN: Oschmann, Yesilli, Eglseder – Kullmann.
BESTE SPIELER: Skrzybski – Teixera Rebelo, Nennhuber, Schubert, J. Nagel.

Von Peter Türk

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