03.09.2014

Spitzentreffen wahrlich Spitze

Blumberg entscheidet ausgeglichenes Duell spät zugunsten Herthas

Den Besuch dieser Begegnung auf erstaunlichem Niveau wird niemand bereuen. Es gab auf beiden Seiten schnelles, sicheres Passspiel und gesunde Härte. Die Wölfe begannen sofort ein Feuerwerk abzubrennen. Der kaum vom Ball zu trennende Ebot-Etchi tat sich hier ebenso hervor, wie Badu und Leandro.

Mit zunehmender Spielzeit und nach ersten vergeblichen Versuchen, kam es dann aber zu einem leichten Übergewicht der Gastgeber. Verbandstrainer Henry Rehnisch registrierte vor allem die enorme Torgefährlichkeit der Blau-Weißen bei Standards. Im weiteren Verlauf war es dann auch ein klassischer Standard, über drei Stationen, der zum ersten Treffer des Spiels führte. Wer weiß um die Folgen, wenn wenig später Haases Schuss an den Pfosten nach folgendem Eckstoß für die Herthaner einen anderen Weg, nämlich zum zweiten Torerfolg, gegangen wäre?

Stattdessen schüttelte sich Wolfsburg knapp zehn Minuten später und konnte zum Ausgleich vollenden. Derselbe Schütze, P. Leandro, verwandelte dann sogar einen an ihm verschuldeten Strafstoß zur Führung der Gäste. Die Autostädter attackierten nun noch früher, und Hertha forderte zu wenig Bälle im Mittelfeld. Eine wirksame Verbindung zwischen Abwehr und Angriff war hier nicht mehr zu sehen. Dann, Sekunden vor dem Halbzeitpfiff, nahm Jensen einen Abpraller volley und traf, hielt damit die Spannung.

H. Rehnisch war begeistert: „Man sieht die Qualität. Hier sind zahlreiche Auswahlspieler auf dem Feld, die wir bei beiden Teams schon lange beobachten. Vor allem diese hohe Passgenauigkeit auf beiden Seiten sieht man nicht jeden Tag.“
Die zweite Hälfte begann mit einem Hechtkopfball des Hertha-Innenverteidigers Torunarigha knapp neben das Wölfetor, der, wie der sehr sichere N. Beyer, hinten wenig anbrennen ließ. Der Beobachter hatte den Eindruck, dass die Gästespieler nach sehenswerten Aktionen oft den Abschluss nicht suchten. Ihr Trainer Schmidt wollte das nicht gelten lassen: „Wenn man zwei Treffer erzielt, sollte das auswärts zu mehr reichen!“ Zufrieden war Hertha-Coach Michael Hartmann: „Ein später, aber verdienter Erfolg.“

Hertha BSC – VfL Wolfsburg 3:2 (2:2)

HERTHA: Körber – Beyer, Torunarigha, Tezel – Pelivan, Mittelstädt (61. Brömer), Regäsel (76. Kraeft), Ramlow, Blumberg, Jensen (69. Galleski) – Hasse (88. Cakmak).
WOLFSBURG: Kuhfeld – Bremer (60. El- Saleh), Ziegele, Ghandour – Conde, Badu, Horn, Iddrisu (46. Blechner), Donkor (56. Rexhbecaj) – Ebot-Etchi, Putaro (82. Lysiak).
SR: Wirth (FSV Zwickau) – Z.: 120.
TORE: 1:0 (13.) Beyer; 1:1 (21.) Putaro; 1:2 (39.) Putaro (FE); 2:2 ( 45.) Jensen; 3:2 ( 87.) Blumberg.
GELBE KARTEN: Körber- Ghandour, Conde.
BESTE SPIELER: Beyer, Hasse, Körber- Ebot- Etchi, Conde, Donkor.

Von Frank Toebs

.

Kommentieren

Vermarktung:

Mehr zum Thema

Aufstellungen

Hertha BSC

Noch keine Aufstellung angelegt. (werde jetzt Teammanager dieser Mannschaft)

VfL Wolfsburg

Noch keine Aufstellung angelegt. (werde jetzt Teammanager dieser Mannschaft)