18.10.2013

Neuer Trainer ist erst 21 Jahre alt

A-Kreisligist Hansa 07 will mit Philipp Pawelzik zurück in die Erfolgsspur

Vom FSJler zum Cheftrainer – viel steiler hätte der Aufstieg von Pawelzik bei Hansa 07 kaum laufen können. Der 21-Jährige tritt die Nachfolge von Joselio Gomes Eugenio an – und will sein Team nach verkorkstem Saisonstart wieder in die obere Tabellenregion führen.

Platz 14, so der ernüchternde Status quo für den FSV Hansa 07 in der 1. Abteilung der Kreisliga A. Nur ein Sieg steht bislang für die Kreuzberger zu Buche, dabei wollten sie eigentlich um den Aufstieg mitspielen. Einen dicken Strich durch die Rechnung machten ihnen zu Saisonbeginn die fast schon traditionellen Hansa-Probleme. Die Mannschaft besteht größtenteils aus Studenten, die bis zum Semesterbeginn gerne in der Weltgeschichte umherreisen. „Oft haben wir nur elf Spieler zusammen bekommen“, sagt Philipp Pawelzik, „bislang konnte sich überhaupt keine Mannschaft finden.“

Vom FSJler zum Cheftrainer in drei Jahren

Der 21-Jährige hat in dieser Woche das Traineramt von Joselio Gomes Eugenio übernommen, den es wohl zu höheren Aufgaben zieht. Die Veränderungen bei Hansa halten sich damit allerdings in Grenzen. Pawelzik war zuvor Co-Trainer und kennt die Mannschaft dementsprechend gut. „Ich werde bestimmt keinen Kuchen backen“, schmunzelt der neue „Chef“ vor seinem ersten Spiel als Alleinverantwortlicher.

Aufgewachsen ist Pawelzik in Mecklenburg-Vorpommern. Um sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu absolvieren, heuerte er 2010 bei der „Hansa Kogge“ an. Er machte seinen Trainerschein, startete als Jugendtrainer und coachte in der vergangenen Saison die A-Jugend. Dass er als Anfangzwanziger nicht mehr selbst gegen den Ball tritt, ist vor allem seinem hartnäckigen Verletzungspech geschuldet. „Es kribbelt schon ab und an“, sagt Pawelzik. Zumindest Teile seines Körpers sehen das allerdings anders und scheinen keine allzu große Lust mehr auf aktiven Fußball zu haben.

Die Personalsituation bleibt angespannt

Am Sonntag (14.30 Uhr) wird der FSV mit seinem neuen Trainer beim derzeitigen Tabellenzehnten SV Bau-Union vorstellig. Keine leichte Aufgabe, zumal sich die Personalsituation auch am kommenden Wochenende schwierig gestaltet. Hoffentlich zum vorerst letzten Mal, denn talentierte Kicker haben die Kreuzberger eigentlich zur Genüge in ihren Reihen. Davon ist auch Pawlezik überzeugt. „Ich bin sehr zuversichtlich“, sagt der neue Coach. „Wenn alle wieder an Bord sind, haben wir eine schlagkräftige Truppe.“

Wie sich Hansa 07 unter dem neuen Trainer Philipp Pawelzik geschlagen hat, lesen Sie am Montag in der Printausgabe.

Von Jörn Lange

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