12.11.2014

Haubitz mit guten Ideen

Uwe Lehmann war zufrieden. „In der ersten Halbzeit hat meine Mannschaft gut gespielt. Wir waren sehr präsent auf dem Platz“, sagte Lichtenbergs Trainer. Auch Strausbergs Coach Helmut Fritz bestätigte diese Sichtweise. Dabei wollte er seine Männer gewiss ein wenig in Schutz nehmen, sie hatten schlichtweg nicht gut gespielt. Bei Strausberg war kaum Bewegung, geschweige denn Zug zum Tor zu sehen. Abgesehen von einem guten Schuss von Dennis Rolke in der 3. Minute hatten die Gastgeber keine Torchance.

Die 47er hingegen machten das auf ihre Art geschickt. Hinten schoben sie sich den Ball wie im Training zu, während die Strausberger teilweise nur widerwillig hinterherliefen. Doch wenn Lichtenberg angriff, ging es zumeist über ihre Außen Björn Bandermann (links) und Philipp Grüneberg (rechts) sehr schnell. Gefährlich wurde es für die Strausberger auch durch die Ecken, die von Christian Gawe scharf geschlagen wurden. So auch in der 15. Minute, als Bandermann in der Mitte alleingelassen wurde und aus fünf Metern einköpfte. Bester Spieler auf dem Platz war Maik Haubitz, der als Regisseur immer eine gute Idee hatte. Haubitz initiierte auch den zweiten Treffer der Gäste. Nach schöner Kombination über Kapitän Kadir Erdil traf der ehemalige Strausberger Christopher Lichtnow zum 2:0.

In der zweiten Halbzeit versuchte dann Strausberg früher zu stören. Unter Druck gerieten die Lichtenberger etwas ins Schlingern. So zum Beispiel nach einem Konter und Sturmlauf von Tom Hagel, im Abschluss blieben die Strausberger allerdings weiter harmlos. Möglichkeiten, wenn auch keine zwingenden, hatten lediglich Tobias Wolfram und Benedikt Bundschuh. Fünf Minuten vor dem Schlusspfiff sorgte Robin Hoth mit dem 3:0 für die endgültige Entscheidung „Die zweite Halbzeit war deutlich besser, aber eben noch lange nicht gut. Wir spielen das, was wir momentan können. Mehr ist zurzeit leider nicht drin“, sagte Fritz.

FC Strausberg – Lichtenberg 47 0:3 (0:2)

STRAUSBERG: Ewest – Ilausky, Wenzel, Mertins, Kuzniewski – Rolke (46. Lindner), Wunderlich, Bundschuh – Hagel, Wolfram, Guggenberger.
LICHTENBERG: Kempter – Bandermann, Mayoungou, Runge, Schmidt – Gawe, Habitz, Erdil (88. Englert), Grüneberg – Lichtnow (80. Hoth), Brechler (84. Polster).
SR: Scheller (Greifswald) – Z: 223.
TORE: 0:1 (15.) Bandermann, 0:2 (35.) Lichtnow, 0:3 (85.) Hoth. Gelbe Karten: Kuzniewski, Wunderlich, Wolfram, Guggenberger – Haubitz.
BESTE SPIELER: – Haubitz.

Von Edgar Nemschok

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