08.10.2014

Foroutans geglückte Premiere

Bei den Zehlendorfern wurde vor kurzem ein neuer Impuls gesetzt. Seit einer Woche fungiert Bahmann Foroutan als neuer Trainer des FC Hertha 03. Durch ein 3:1 beim FC Strausberg ist dessen Premiere geglückt. „Wir haben fünf Einheiten in der Woche absolviert und dabei auch ein neues System eingeführt“, sagte der 67-Jährige. „Wir werden versuchen, den modernsten Fußball zu praktizieren“, erklärte Foroutan und beschrieb seine variable Fünfer-Abwehrkette. „Wir spielen wie Costa Rica oder Holland bei der WM in der Abwehr. Noch sind wir Costa Rica, aber vielleicht bald schon so stark wie Holland“, ergänzte er mit einem Lächeln.

Seine Mannschaft hatte die Philosophie gut verstanden und bestimmte in der ersten Halbzeit das Geschehen auf dem Rasen der Energie-Arena. Allerdings blieb die Partie eher farblos. Den Strausbergern fiel gar nichts ein, um die Berliner Abwehr zu knacken. Auch die Zehlendorfer blieben offensiv weitgehend harmlos. So hieß es beim Seitenwechsel 0:0. In der Halbzeitpause warnte Strausbergs Trainer Helmut Fritz noch: „Wer den ersten taktischen Fehler macht, ...“ In der 53. Minute war es soweit. Melih Hortum, aktivster Spieler der Gäste, dribbelte an der Strafraumgrenze entlang, ohne dass ein Strausberger Abwehrspieler energisch eingriff. Hortum bewies Übersicht und bediente den mitgelaufenen René Robben, der Christopher Ewest im Strausberger Tor keine Abwehrchance ließ (53.).

Die Berliner warteten nun geduldig auf ihre nächste Gelegenheit. Die hatten sie dann in der 58. Minute: Niclas Warwel und Melih Hortum hebelten mit gekonntem Doppelpass-Spiel die gesamte Strausberger Abwehr aus, Hortum vollendete zum 2:0. „Bis dahin war ich sehr zufrieden mit meiner Mannschaft“, sagte Trainer Foroutan später. Dann verhängte Schiedsrichter Florian Lechner einen Strafstoß gegen die Berliner. Dennis Dombrowe hatte den Ball offensichtlich an die Hand bekommen. Martin Wunderlich verwandelte sicher (71.) und machte dem Strausberger Anhang wieder ein bisschen Hoffnung auf einen Punktgewinn.

„Die Jungs haben dann irgendwie ihre Disziplin aufgegeben und wollten unbedingt Tore schießen“, sagte Foroutan etwas verständnislos. Insgesamt brauchte er sich aber nicht zu sorgen, denn die Strausberger blieben auch in der Schlussphase harmlos. Das dritte Tor für die Hertha schoss erneut Robben, der wieder nach einem gestochenen Konter erfolgreich war.

FC Strausberg – FC Hertha 03 1:3 (0:0)

STRAUSBERG: Ewest – Ilausky, Wenzel, Anton, Rolke (46. Kuzniewski) – Bundschuh, Neumann, Bolte (67. Guggenberger), Wunderlich – Hagel, Kretzschmar.
HERTHA: Srais – Ismaili, Cakmakci, Dombrowe, Özdal, Mantes – Shuleta, Obst (64. Niroumand) – Warwel (90. Aargaard), Hortum – Robben (86. Zellner).
TORE: 0:1 (53.) Robben; 0:2 (58.) Hortum; 1:2 (71.) Wunderlich, Handelfmeter (verursacht von Dombrowe); 1:3 (83.) Robben.
SR: Lechner (Neuburg) – Z.: 219.
GELBE KARTEN: Wunderlich, Bundschuh – Mentes.
ROTE KARTE: 68. Neumann (grobes Foul).
BESTE SPIELER: Hagel – Hortum, Özdal.

Von Edgar Nemschok

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