23.02.2020

Drumbo Cup: Schele-Schule nicht zu stoppen

Charlottenburg-Wilmersdorf: Bezirkssieger abwehrstark

Foto: contrast

Mit der Schele-Schule und der Reinhold-Otto-Grundschule drangen die beiden spielstärksten Mannschaften aus Charlottenburg-Wilmersdorf ins Finale vor, in dem sich die Schele-Schule klar mit 3:0 durchsetzte. Beide Teams haben sich damit für die Final-Vorrunde am 5./6. März qualifiziert. Jubelnde Kids der Schele-Schule konnten den Bezirkspokal aus den Händen von Vivien Maas, der Turnierchefin der Commerzbank, entgegennehmen.

Die Gruppe A wurde von der Schele-­Schule mit zwei Erfolgen und einem Remis dominiert, Platz 2 sicherte sich die Nehring-GS. In der Gruppe B war die Otto-Reinhold-GS mit sieben Punkten vorn, knapp gefolgt von der Birger-Forell-GS mit sechs Zählern.
Beide Semifinals verliefen äußerst eng und spannend. Und obwohl die Schele-­Schule das erste Halbfinale gegen die Birger-Forell-GS dominierte, fiel der Siegtreffer zum 1:0 durch Torjäger Yahya Madi (vier Turniertreffer) erst in der Schlussminute. Im zweiten Halbfinale zwischen der Reinhold-Otto-GS und der Nehring-GS ging es rauf und runter mit guten Möglichkeiten auf beiden Seiten, den einzigen Treffer der Partie zum 1:0-Erfolg für die Reinhold-­Otto-GS erzielte Darius Iwai.
Das Endspiel war ein sportlicher Leckerbissen. Lange Zeit hielt die Reinhold-Otto-GS gut dagegen – aber als Fathi Pasa Aydogan eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe absitzen musste, schoss die Schele-Schule mit nur drei Feldspielern innerhalb einer Minute durch Madi Yahya und Rafael Lubert einen 2:0-Vorsprung heraus. Der beste Spieler der Otto-GS, Mohammed Wehbe, hatte noch den Anschlusstreffer auf dem Fuß (10.), ehe Aydogan mit gefühlvollem Heber zum 3:0-Endstand traf. Mit nur einem Gegentor kam die Schele-­Schule, die brillanten Fußball aufs Parkett zauberte, durchs Turnier.

Treptow-Köpenick

Grundschule am Buntzelberg und GS an den Püttbergen setzen sich durch
Im spannenden Bezirksfinale Treptow-Köpenick setzte sich die Grundschule am Buntzelberg knapp mit 1.0 gegen die Grundschule an den Püttbergen durch. Beide Finalisten haben sich für die Final-Vorrunde am 5./6. März qualifiziert.
Die Staffel A bestimmte die GS an den Püttbergen knapp vor der GS an der alten Feuerwache. In der Staffel B belegte die GS am Buntzelberg mit sieben erkämpften Punkten Platz 1 vor der GS an der Kiefholzstraße.
Beide Semifinals verliefen äußerst spannend und wurden erst im Sechsmeterschießen entschieden. Mit einem Konter ging die GS an der Kiefholzstraße durch Jannis Grabert im ersten Halbfinale in Führung, erst in der Schlussminute konnte Per Wende für die GS an den Püttbergen ausgleichen. Im Sechsmeterschießen hatte die GS an den Püttbergen mit 2:1 das bessere Ende für sich. Im zweiten Semifinale zwischen der GS an der alten Feuerwache und der GS am Buntzelberg hatten beide Seiten die Möglichkeiten, die Partie zu entscheiden – doch es blieb beim 0:0. Im Entscheidungsschießen siegte die GS am Buntzelberg mit 3:2.
Genauso spannend verlief das Endspiel: Als alle Zuschauer wohl schon an ein weiteres Sechsmeterschießen dachten, ließ Maurice Schuck mit dem einzigen Treffer der Partie die GS am Buntzelberg jubeln.

Steglitz-Zehlendorf

Athene-Grundschule und Quentin-­Blake-GS qualifizieren sich
Es waren attraktive Partien um den Drumbo-Bezirkspokal Steglitz-Zehlendorf, die vom sportlichen Ehrgeiz geprägt waren. Es war eben der Anreiz, sich als junger Spieler Berlin-weit präsentieren zu können. Für viele Kicker war es bereits die zweite Teilnahme am Drumbo-Cup, da sie im Vorjahr noch dem jüngeren Jahrgang angehört hatten.
Die Athene-GS und die Quentin-Blake-­GS bestritten ein hochklassiges Finale, in dem beide Mannschaften engagierten Jugendfußball boten. Gute Kombinationen und sehenswerter Angriffsfußball begeisterten die Zuschauer, beide Seiten hatten die Möglichkeiten, die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden. So kann man den 1:0-Erfolg der Athene-GS vielleicht als etwas glücklich bezeichnen, denn der Siegtreffer durch Jan Meincke fiel erst kurz vor der Schlusssirene – dennoch haben sich beide Teams für die Final-Vorrunde am 5./6. März qualifiziert. Der Koordinationsleiter der Commerzbank, Karsten Finger, nahm die Siegerehrung vor.

Spandau

Bernd-Ryke-GS dreht noch auf
Es war ein sehr enges, ausgeglichenes Turnier in der Sporthalle der Mary-Poppins-Grundschule am Flugplatz Gatow. Mit zwölf hart erkämpften Punkten wurde die GS am Ritterfeld Turniersieger. Aufgrund des direkten Vergleichs fing die Bernd-Ryke-GS mit einem 3:1-Erfolg die Ernst-Ludwig-Heim-GS noch ab und belegte so Platz 2. Die beiden erstplatzierten Mannschaften haben sich für die Final-Vorrunde am 5./6. März qualifiziert.
Im vorletzten Spiel sicherte sich die GS am Ritterfeld mit einem knappen 1:0-Erfolg gegen das Hans-Carossa-Gymnasium den Turniersieg, den entscheidenden Treffer erzielte Miran Mouhamad. In der letzten Partie hätte der Ernst-Ludwig-Heim-GS schon ein Unentschieden gegen die Bernd-Ryke-GS gereicht, um sich für die Final-Vorrunde zu qualifizieren. Doch die Bernd-Ryke-GS drehte auf und ging durch einen Doppelschlag von Nihat Süleymanov mit 2:0 in Führung. Der Keeper der Heim-GS, Rami El-Badawi, ließ mit dem Anschlusstreffer seine Schule noch einmal hoffen, doch Alper Öner band mit seinem Tor in der Schlussphase den Sack zum 3:1-Erfolg zu.
Der erfahrene Schiedsrichter Luis Bass betreut seit elf Jahren das Projekt der „Schüler-Schiedsrichter“, das seinerzeit in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Oberschule initiiert wurde. Bass betreibt Regelkundeschulung, die die Oberschüler auch in der Praxis anwenden. Die Oberschüler pfiffen auch beim Turnier in Gatow – und machten ihre Sache gut. Ziel ist es, reguläre Schiedsrichter für den Berliner Fußball-Verband zu gewinnen.

Schöneberg

Paul-Klee-Grundschule und Werbellinsee-GS in der Final-Vorrunde
So macht Jugendfußball Spaß: Großartige Stimmung in der Sporthalle Schöneberg, die frenetischen Anfeuerungsrufe waren nahezu ohrenbetäubend. Die Mitschüler und Mitschülerinnen der teilnehmenden Grundschulen hatten von ihren Schulleitungen frei bekommen.
Im lautstark begleiteten Finale siegte die Paul-Klee-GS gegen die Werbellinsee-GS verdient mit 2:0. Beide Schulen haben sich für die Final-Vorrunde am 5./6. März qualifiziert.
In der Vorrundengruppe K setzte sich die Maria-Montessori-GS, gefolgt von der Paul-Klee-GS, durch. In der Gruppe L dominierte die GS am Barbarossaplatz vor der Werbellinsee-GS.
Die Semifinals brachten spannende Partien auf gutem Niveau. Im ersten Halbfinale ging die Maria-Montessori-GS durch Jannis Nickel mit 1:0 in Führung. Aber die Werbellinsee-GS kam, angetrieben von ihrem Spielmacher Dian Neumann, zurück und drehte die Partie noch durch Treffer von Kirian Josecki und Neumann zum 2:1-Erfolg. Das zweite Semifinale zwischen der Paul-Klee-GS und der GS am Barbarossaplatz wurde mit viel Leidenschaft geführt – und doch blieb es beim 0:0. Im Sechsmeterschießen hatte die Klee-GS mit 3:2 dann das bessere Ende für sich.
Und es schien, als ob bei der Paul-Klee-GS im Endspiel der Knoten geplatzt war. Hamza Korbasli rannte nach seinem Tor­erfolg zum 1:0 wie beseelt auf seine Mitschüler zu – und feierte mit ihnen an der Bande. Dann wuchtete Ibrahim El Zohbi den Ball zum umjubelten 2:0 in den Winkel – von diesem Doppelschlag erholte sich die Werbellinsee-GS nicht mehr.
„Meine Helden“, sagte der Sportlehrer der Paul-Klee-GS, Özkan Berber, bei der Siegerehrung und strahlte übers ganze Gesicht. „Wir sind schlecht ins Turnier gestartet. Aber nach dem Erfolg im Halbfinale wusste ich, dass wir es packen.“ Von Michael Sauer

Am heutigen Montag findet von 10 bis 16 Uhr (zwei Turniere hintereinander mit jeweils acht Teams) in der Gretel-­Bergmann-Sporthalle, Rudolstädter Str. 77, 10713 Berlin (Wilmersdorf) das Regional-Finale der Mädchen mit den 16 besten Mannschaften Berlins statt. Die besten acht Teams qualifizieren sich für die Final-Vorrunden am 2. März.

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