17.09.2014

Auswärts läuft's für den BFC

Germania nach der ersten Heimniederlage nun am Tabellenende

Sechs Ligaspiele – vier Niederlagen. Beim Regionalligisten Germania Halberstadt sieht es düster aus. Nach dem 0:3 (0:1) gegen den Berliner FC Dynamo haben die Vorharzer nun auch noch die Rote Laterne übernommen.

Gegen den BFC nahm VfB-Trainer Achim Hollerieth eine personelle Änderung im Vergleich zum letzten Spiel in Jena (0:1) vor. Max Worbs begann in der Offensive. Dazu gab es die Umstellung im taktischen Bereich. Halberstadt versuchte es im 4-1-4-1.

Es ging vom Start weg ordentlich zur Sache. Beide Teams waren darauf aus, ein frühes Tor zu erzielen. Der Gegner wurde früh gestört, keinem Zweikampf aus dem Weg gegangen. Dabei hatte der BFC zunächst die besseren Möglichkeiten. Gleich dreimal vergab Mittelstürmer Andis Shala (6., 12., 13.). Germania wurde nach einem Worbs-Freistoß das erste Mal torgefährlich (19.). Jubeln durften dann aber die Hauptstädter, als Ex-Germane Philip Saalbach aus der Distanz maßgenau in das rechte untere Eck traf (26.).

Den Unmut der VfB-Fans zog schließlich Schiedsrichter Jens Klemm auf sich. In den ersten 30 Minuten zeigte er der Heimelf gleich viermal Gelb. Bis auf das forsche Einschreiten Philip Schuberts waren die übrigen Zweikämpfe jedoch kaum weiter erwähnenswert, zumal die Dynamos ihrerseits auch kein körperbetontes Duell scheuten – ohne dabei einen Karton zu sehen. „Das ist zweierlei Maß“, kommentierte Hollerieth von der Seitenlinie. Die Emotionen waren jedenfalls geschürt.

Auch im zweiten Abschnitt ging es beherzt zur Sache – und einer stand dabei mehrfach im Mittelpunkt: Andis Shala. Als Gefoulter, aber auch als der Foulende. Beide Seiten geizten nicht mit Provokationen bei Zweikämpfen. Nach einer Stunde trat Berlins Angreifer dann auch als Torschütze in Erscheinung. Mustergültig von Kevin Gutsche nach einem Konter bedient, musste er nur noch einschieben. Bei der Germania lief nun immer mehr aus dem Ruder.

Was von den Halberstädtern in der zweiten Halbzeit auf das BFC-Tor gelangte, war reiner Zufall. Berlins Innenverteidigung hielt den Laden dicht. Die endgültige Entscheidung leitete dann BFC-Keeper Stephan Flauder ein. Sein Zuspiel verlängerte Christian Preiss auf Djibril N‘Diaye. Dieser köpfte völlig alleingelassen zum deutlichen Endstand ein. Spätestens jetzt verließen viele der VfB-Fans doch ziemlich enttäuscht das Friedensstadion. Nun erwarten die Berliner den SV Babelsberg im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Dabei soll es endlich den ersten Heimsieg geben. Damit wäre der Anschluss an die Ligaspitze hergestellt.

Germania Halberstadt – BFC Dynamo 0:3 (0:1)

HALBERSTADT: P. Nagel – Schlitte, Nennhuber, Beil, Meier – Schubert – J. Nagel (46. Teixeira), Wersig (72. Rode), Worbs, Ristovski – Kullmann (46. Eggert).
BFC DYNAMO: Flauder – Novy, Brendel, Steinhauer, Köhne – Preiss, Saalbach, Putze, Brunnemann (48. Gutsche) – Scharlau, Shala (78. N‘Diaye).
SR: Klemm (Gröditz) – Z: 1021.
TORE: 0:1 (26.) Saalbach, 0:2 (59.) Shala, 0:3 (85.) N‘Diaye.
GELBE KARTEN: Schubert, Beil, Kullmann, Meier, Ristovski, Teixeira – Steinhauer, Saalbach, Köhne. BESTE SPIELER: – Shala, Novy.

Von Florian Bortfeld

.

Kommentieren

Vermarktung:

Mehr zum Thema