08.08.2018

Ein Überblick über die Geschichte der Bundesliga

Im Jahr 1962 beschließt der Deutsche Fußballbund (DFB) zur Saison 1963/64 die Bundesliga erstmalig mit 16 Mannschaften ins Leben zu rufen. Sie soll zukünftig zur Ermittlung des Deutschen Meisters dienen.

Ein Meisterschaftsjahr unterteilt sich in je eine Hin-und Rückrunde, bei der alle 18 Mannschaften der Bundesliga anhand eines vorher festgelegten Spielplans für zwei Spiele aufeinandertreffen. Jede Mannschaft bestreitet jeweils ein Spiel im eigenen und ein Spiel im Stadion des Gegners. Die Spielzeit der Bundesliga beträgt 34 Spieltage und findet zwischen August bis Mai statt. Lediglich in den Jahren, in denen eine WM oder EM ausgetragen wird enden die Spiele auch schon im April. Bis Mitte der 1980er Jahre wurde auch während der Wintermonate bis auf eine kleine Pause gespielt. In der Saison 1986/87 wurde erstmals eine Winterpause für die Monate Dezember bis einschließlich Februar eingeführt. Derzeit wird für je drei Wochen im Dezember und Januar pausiert. Ursprünglich wurden die einzelnen Spieltage jeden Samstag um 15:30 Uhr angepfiffen. Mittlerweile wurden die Freitage und auch die Sonntage mit einbezogen.
Der Spielplan wird mithilfe eines Computerprogramms unter Berücksichtigung anderer spielerischer Ereignisse erstellt.
Der Titel „Deutscher Fußballmeister“ wird einer Mannschaft für ein Jahr verliehen, nachdem sie nach der doppelten Punkterunde den ersten Platz belegt hat. Auch werden durch die Bundesliga die Teilnehmer an europäischen Vereinswettbewerben ermittelt. Eine Fünfjahreswertung der UEFA ermittelt welche Vereine bei der Champions League und bei der UEFA Europa League dabei sind.
Seit die Bundesliga im Jahr 1963 gegründet wurde haben in der höchsten Spielklasse Deutschlands insgesamt 55 Vereine gespielt. Als jüngster Neuzugang kam der RB Leipzig zur Saison 2016/17 hinzu.

Beachtenswert ist, dass die Stadien der Bundesliga zu den modernsten und größten weltweit gehören. Viele der Stadien wurden während der Vorbereitungen zur Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland zudem ausgebaut, modernisiert oder gar neu errichtet. Um die anfallenden Baukosten zumindest zum Teil zu finanzieren ist es mittlerweile nicht mehr unüblich den Namen des Sponsors an das Stadium zu vergeben. Bedauerlich ist nur, dass dadurch viele Stadien in den letzten Jahren ihren traditionellen Namen verloren haben.
Zur Haupteinnahmequelle der Bundesliga-Vereine gehört die Berichterstattung im Fernsehen. Bis zu den 1980er Jahren haben ARD und ZDF pro Saison 647.000 DM an den Deutschen Fußballbund bezahlt. Nachdem auch Privatfernsehsender ihr Interesse an der Übertragung bekundeten stiegen die Kosten für die Erstübertragung kometenhaft an. Wurden für die Saison 1987/88 gerade einmal 18 Millionen DM ausgegeben waren es in der Saison 1996/97 bereits 330 Millionen DM. Nach einem Fernsehvertrag mit Sky standen den Bundesliga-Clubs 628 Millionen € pro Saison zu.

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Die wichtigsten Ereignisse aus über einem halben Jahrhundert Fußball-Bundesliga

• Das Erste Bundesliga-Tor fiel am 24 August 1963 bereits in der ersten Spielminute als der Dortmunder Timo Konietzka in das Tor von Werder Bremen traf.
• Am 9. Mai 1964 war der 1. FC Köln als erster Meister der Bundesliga .
• Torschützenkönig Gerd Müller erzielt am 28. August 1965 sein erstes Bundesligator gegen die Eintracht Braunschweig. Insgesamt landet er in der Liga 365 Treffer und holte sich siebenmal die Torjägerkanone.
• Am 7. Juni 1969 gewann der FC Bayern München seinen ersten Meistertitel in der Bundesliga. Insgesamt erspielten sich die Münchner 24 Mal die Meisterschaft wobei die erste 1932 in der Vor-Bundesliga Zeit war.
• Eine trauriger Tag ist der 6. Juni 1971 als der Bundesliga-Skandal publik wird. Der Präsident der abgestiegenen Offenbacher Kickers kann anhand von Tonbändern beweisen, dass insgesamt 18 Spiele der vergangenen Saison durch Bestechungsgelder manipuliert worden waren. So hatte zum Beispiel der FC Schalke von der Armenier Bielefeld 40.000 DM erhalten um das Spiel zu verlieren. Daraufhin wurden fast sämtliche Schalker Kicker gesperrt.
• Obwohl am 29. April 1978 die München Gladbacher im Bundesliga Spiel mit 12:0 gegen Borussia Dortmund gewannen, fehlten ihnen am Ende der Saison noch drei Tore um den Meistertitel zu gewinnen.
• Die Fußball-Legende Franz Beckenbauer verabschiedet sich nach 424 Bundesligaspielen. Insgesamt hatte er 396 Spiele beim FC Bayern bestritten und beendete seine Karriere am 29. Mai 1982 beim HSV.
• Die Rede des Bayern-Trainers Giovanni Trapattoni auf einer Pressekonferenz am 10. März 1998 nachdem seine Mannschaft 0:1 gegen Schalke verloren hatte hat Kultcharakter. Sein schwach wie eine Flasche und ich habe fertig bleiben unvergessen.
• Die Kokain-Affäre um Christoph Daum, den damaligen Trainer bei Bayer 04 Leverkusen gehört wohl zu den dunkelsten Ereignissen in der Geschichte der Bundesliga. Bei einem Interview mit dem Bayern Manager Uli Hoeneß, bei dem die Worte „verschnupfter Daum“ fallen erklärt dieser sich am 9. Oktober 2000 zu einer freiwilligen Haarprobe bereit. Zwei Wochen später wird das positive Ergebnis veröffentlicht.
• Nach ihrem 5:3 Sieg gegen die SpVgg Unterhaching feierten die Schalker am 19. Mai 2001 schon ihren Meisterschaftssieg. Vier Minuten später kommt die große Enttäuschung. Der Bayern-Spieler Patrick Anderson schoss in der Nachspielzeit gegen den HSV das entscheidende 1:1 Tor. Mit nur einem Punkt Vorsprung sicherte sich Bayern München damit den Meistertitel.
• Am 25. Mai 2013 gelingt es dem FC Bayern München als erster deutscher Mannschaft während der Saison 2013/14 sich den sogenannten Triple zu holen. Die Mannschaft von Jupp Heynkes gewinnt die Deutsche Meisterschaft, erkämpft sich den DFB-Pokal und geht bei der Champions League als Sieger hervor.

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