Uwe Seeler an der Spitze
Von Günter Weise
Verdiente Anerkennung für einen Mann, der am Ende seiner Laufbahn bei der Weltmeisterschaft in Mexiko absolut ungewöhnliche Leistungen zu bieten hatte: Uwe Seeler wurde 1970 zum „Fußballer des Jahres“ gewählt. Fast 700 Sportjournalisten gaben ihre Stimme ab. Mehr als die Hälfte entschied sich für den Hamburger Mittelstürmer, der in Mexiko die Erwartungen des Bundestrainers Helmut Schön erfüllte und entscheidenden Anteil am dritten Platz der deutschen Mannschaft hatte.
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Union mit flottem Anlauf
Von Günter Weise
Spürbare Aufbruchstimmung herrschte an der Alten Försterei vor Beginn der Saison 1970/71. Nach dem unerwarteten Abstieg aus der Oberliga gelang Union in einem dramatischen Verfolgungsrennen gegen Lok Stendal unter Trainer Fritz Gödicke der sofortige Wiederaufstieg. Mit dem Einsatz von insgesamt 20 Spielern wirkte die Mannschaft derart gefestigt, dass man die neue Saison ohne jeden Zugang angehen wollte.
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Otto Höhnes junge Garde
Von Günter Weise
Im Schatten des Bundesliga-Krösus Hertha BSC hatten es sogar die Spitzen-Mannschaften der Regionalliga schwer, ihre Finanzen auszubalancieren. Auch Regionalliga-Meister Hertha Zehlendorf war in Schwierigkeiten. Obwohl alle vier Heimspiele der Aufstiegsrunde gewonnen wurden, blieb unterm Strich ein Minus von 30.000 Mark.
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Ein Dach fürs Olympiastadion
Von Günter Weise
Jüngere Leser werden es kaum glauben: Bis 1970 bot das von Werner March erbaute Olympiastadion den Zuschauern nicht den geringsten Schutz vor dem Wetter – es hatte kein Dach. Erst die Entscheidung, die WM 1974 auf deutschem Boden stattfinden zu lassen, brachte überall Schwung in die Modernisierungs-Diskussionen. Berlin lief mit seinem großen Stadion Gefahr ins Abseits zu geraten, wenn nichts geschehen würde.
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„Wd/WB“ – was ist das?
Von Günter Weise
Die Berichterstattung über die WM 1970 in Mexiko steigerte sich in den DDR-Medien bis zur Groteske. Im Kalten Krieg dieser Zeit bemühte man sich, jeden Auftritt der Mannschaft der Bundesrepublik herunterzuspielen. So brachte es der Chefredakteur der Ost-Berliner „Neuen Fu-Wo“ fertig, in seinem ersten Kommentar über vier lange Spalten die Mannschaft Helmut Schöns mit keinem Wort zu erwähnen.
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