Mein Fußball-Woche

10.12.2014

Zwist bei Alemannia 90

1. FC Neukölln und Schöneberg sind Herbstmeister

Der 1. FC Neukölln hat das Rennen in der 1. Abteilung gemacht. Bei Verfolger FK Srbija reichte „95“ ein Punkt, um die Herbstmeisterschaft perfekt zu machen. Den Abstand auf die Verfolger hat das Spitzenduo aufgrund der Niederlage von Stern Britz sogar vergrößert. Somit geht Neukölln mit sagenhaften zehn Punkten Vorsprung auf Platz 3 in die Winterpause. Nach dem Topspiel überschütteten sich Neukölln und Srbija gegenseitig mit Lob.

Ein Glückwunsch zur Herbstmeisterschaft hier, ein Kompliment für die starke Hinrunde da – die beiden Aufsteiger streben dem Durchmarsch Arm in Arm und scheibar unaufhaltsam entgegen. Enger geht es da in der 2. Abteilung zu. Hier profitierte der 1. FC Schöneberg von der Schützenhilfe des TSV Lichtenberg, der Rehberge schlug, die Bilek-Elf damit zum Herbstmeister machte und selbst unter dem Radar bis auf sechs Punkte an die Spitze herangerückt ist. Vielleicht wird aus dem Spitzentrio doch noch ein Quartett.

Deutlich größer ist der Kandidatenkreis, wenn es um den Klassenerhalt geht. Bis auf Union Südost, das mit nur vier Punkten schon ziemlich abgeschlagen ist, bleibt das Feld eng zusammen. Tiergarten durfte sich gegen Alemannia 90 über den ersten (auf dem Platz erspielten) Dreier seit Anfang Oktober freuen. Bei Alemannia scheint hingegen einiges im Argen zu liegen. Eine Gruppe von sechs Spielern will den Verein verlassen und beschuldigt den Vorstand, sich nicht an Absprachen zu halten. „Uns wurde vom Präsidenten versprochen, dass wir die Freigabe bekommen, wenn wir die Hinrunde zu Ende spielen.

Davon will der nun nichts mehr wissen“, sagte Ismail Jakupovic, der wie die anderen fünf Spieler in den letzten zwei Partien nicht im Kader stand. Präsident Heinz Schultze wehrt sich gegen diese Vorwürfe: „Das Gespräch mit den Spielern hat es gegeben, dass ich irgendjemandem mein Ehrenwort gegeben habe, ist aber absoluter Blödsinn.“ Abteilungsvorstand Carola von Bergen wirft den Spielern vor, den Verein erpressen zu wollen. „Das werden wir nicht zulassen“, so von Bergen. Wie auch immer sich die Situation zugetragen hat, der Traditionsverein steckt tief drin im Abstiegskampf und steht vor einer schweren Rückrunde.

In der 3. Abteilung haben die Abwehrreihen indes wohl zu tief in den Nikolausstiefel geschaut. In den acht Partien fielen 53 Treffer, mehr hatte es bisher nur am 10. Spieltag gegeben. Besonders wild ging es in Altglienicke zu, wo sich die VSG und BW Spandau 14 Tore gerecht aufteilten. Für solch ein Ergebnis muss man den Amateurfußball doch lieben.

Von Julian Graeber

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