27.08.2017

Viel Lob für Wacker 04

Für die so hoffnungsvoll in die Saison gestarteten Herthaner gab es am 3. Spieltag der Bundesliga beim VfL Bochum einen herben Dämpfer. Mit 0:5 (0:1) gerieten die Berliner beim heimstarken VfL unter die Räder. Vor 18.000 Zuschauern hatte Herget schon nach 100 Sekunden für die Führung gesorgt, als er eine Flanke von Gerland völlig unbedrängt einköpfen konnte. Hertha-Trainer Kuno Klötzer hatte vor dem Spiel noch vor dem Tatendrang der Bochumer Außenverteidiger gewarnt – offensichtlich vergebens. Immerhin blieb es bis zur Pause bei dem knappen Rückstand. 

Nach dem Wechsel bauten die Bochumer den Vorsprung auf 5:0 aus, wobei der sonst so souveräne Nigbur im Tor der Berliner bei einigen Treffern keine glückliche Figur abgab. Woelck (65.), Bast (70.), Gerland (87.) und nochmals Bast (89.) sorgten gegen die immer konfuser auftretenden Herthaner für die siebte Schlappe der Blau-Weißen im Ruhrstadion in Folge. Durch die Niederlage fiel Hertha auf den 15. Tabellenplatz zurück. Die Tabellenführung übernahm Forttna Düsseldorf.


Tennis Borussia musste in der 2. Liga Nord auch nach dem 3. Spieltag noch auf den ersten Sieg warten, doch das torlose Remis beim VfL Osnabrück machte Hoffnung auf bessere Zeiten. Vor 5000 Besuchern überzeugte TeBe endlich einmal kämpferisch und ließ sich auch durch einen umstrittenen Platzverweis für Zimmer nach 65 Minuten nicht aus der Bahn werfen. „Wir haben jetzt den Rhythmus gefunden“, urteilte TeBe-Trainer Rudi Faßnacht „obwohl wir uns in der ersten Halbzeit noch zu passiv verhielten.“ Bester Borusse war Torsteher Welz, auch Schmitz, der Osnabrücks Torjäger Schock ausschaltete, und Schneider boten eine gute Leistung.

Von den sieben Berliner Klubs, die sich für den DFB-Pokal qualifiziert hatten, erreichten drei die 2. Hauptrunde. In die nächste Runde zog dann nur noch Hertha BSC ein. Der Berliner Bundesligist setzte sich bei Zweitligist Chio Waldhof mit Glück und Routine mit 3:1 (1:0) durch. Weniger Glück besaß Tennis Borussia. Der Zweitligaabsteiger machte beim 1:3 (0:1) gegen Westfalia Herne zwar von Beginn an das Spiel, doch die Tore schoss der immer wieder schnell konternde Gegner. Hochheimer gelang nach einem 0:3-Rückstand nur noch der Ehrentreffer. 

Viel Lob erhielt Wacker 04, die ihr Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern „verkauft“ hatten, von den 4000 Zuschauern am Betzenberg. Nach Toren von Toppmöller (34.) und Fetkenheuer (40.) stand es zur Pause 1:1. Erst in der Endphase setzte sich der Bundesligist durch Tore von Pirrung (62.), Geye (71.) und Meier (90.) mit 4:1 durch. Auch finanziell hatte sich der Verzicht der Reinickendorfer auf das Heimrecht gelohnt.

Von Rainer Fritzsche

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