Mein Fußball-Woche

30.07.2017

TeBe siegt im DFB-Pokal

Mit zahlreichen Testspielen versuchten sich die Bundesligisten vor dem Start in die neue Saison Anfang August in Form zu bringen. Eine ideale Vorbereitung war die Teilnahme an der Intertotorunde, bei der die Klubs nicht nur auf teilweise namhafte Konkurrenz aus dem Ausland trafen, sondern auch noch einiges Geld verdienen konnten. Immerhin 25.000 Franken erhielten die Teilnehmer als Kostenbeitrag für die Auswärtsspiele, 15.000 Franken gab es für den Gruppensieg. 

Nach drei von sechs Begegnungen belegte Hertha BSC mit zwei Siegen und einer Niederlage den zweiten Platz hinter der verlustpunktfreien Mannschaft von Slovan Preßburg. So durften sich die Herthaner keinen Ausrutscher mehr im Kampf um den Gruppensieg leisten. Doch der Berliner Bundesligist bot im Heimspiel gegen den dänischen Meister B 1903 Kopenhagen eine schwache Leistung und kam über ein torloses Remis nicht hinaus. „Zum Bedauern der über 4000 Zuschauer im Stadion Märkisches Viertel verwechselten die Herthaner in der zweiten Hälfte Profi- mit Provinzfußball“ urteilte die Fußball-Woche. Die Dänen hatten gleich zwei Ausputzer aufgeboten und waren offensichtlich nur auf ein ordentliches Ergebnis aus, doch das allein durfte keine Rechtfertigung für die schwache Vorstellung der Blau-Weißen sein. 


Vier Tage später präsentierte sich der Berliner Bundesligist gegen Preßburg in ganz anderer Verfassung und gewann im Stadion Hakenfelde mit 3:0 (1:0). Vor 3700 Zuschauern brachte Granitza (21.) die Herthaner in Führung, die Sidka (49.) und Nüssing (86.) mit einem schulmäßigen Kopfball ausbauten. Der Sieg der Berliner hätte noch weitaus höher ausfallen können, aber Granitza scheiterte mit einem an Sidka verursachten Foulelfmeter an Torsteher Matula (74.), zudem traf der Torjäger noch vor der Pause den Pfosten. 

So musste die Entscheidung über den Gruppensieg am letzten Spieltag fallen. Die Herthaner wussten schon vor dem Spiel, dass ihnen nach dem 1:1 von Slovan Preßburg in Kopenhagen nur ein Erfolg mit fünf Toren Unterschied gegen Admira/Wacker Wien noch zum Gruppensieg verhelfen würde. Mehr als zu einem torlosen Remis aber reichte es nicht. Granitza scheiterte kurz vor Schluss mit einem Foulelfmeter am Wiener Schlussmann Fleischmann.
Von den drei anderen Bundesligisten sicherte sich der MSV Duisburg (mit dem Ex-Tennis Borussen Dietmar Jakobs) den Gruppensieg, während Eintracht Frankfurt wie Hertha BSC auf dem 2. Tabellenplatz landete und der Hamburger SV Rang drei belegte. 

In der 1. Runde des DFB-Pokals gab es für die sieben Berliner Vertreter nicht viel zu holen. Nur Hertha BSC (6:1-Sieger beim Amateurverein RSV Rehburg) und Tennis Borussia (2:0-Sieger beim Zweitligakonkurrenten Hannover 96) setzten sich durch, während Wacker 04 nach einem 0:0 nach Verlängerung bei Saar 05 Saarbrücken und die Lichterfelder SU durch ein 2:2 nach Verlängerung gegen Alemannia Plaidt in die Wiederholung mussten.
Nur exakt 1532 Zuschauer zahlten Eintritt bei der Doppelveranstaltung von Viktoria 89 und LSU im Olympia­stadion. Oberligist Viktoria 89 lag gegen den BSV Schwenningen durch Tore von Rohland (18.) und Schmidt (57.) bereits mit 2:0 in Führung, ehe Nofkovic (61.) verkürzen konnte und Neumann in der Nachspielzeit noch der Ausgleich gelang. Erneut Nofkovic (96.) sorgte in der Verlängerung für die Entscheidung zugunsten der Gäste.

Amateurligist LSU bot gegen den Fünften der Rheinland-Amateurliga eine starke Leistung, vergab aber zu viele Torchancen und hatte Pech, dass Winfried Erdmann in der Verlängerung einen Elfmeter an den Pfosten setzte. Westphal (25.) hatte die Lichterfelder in Führung gebracht, Kleemann (33.) und Rembs (60.) die Partie gedreht, doch Spielertrainer „Huzzi“ Erdmann (70.) gelang noch der hoch verdiente Ausgleich.
Von den beiden weiteren Berliner Teams schlug sich Amateurligist 1. Traber FC bei der 1:3 (1:1)-Niederlage beim SV Sandhausen (Schönfeld traf zur 1:0-Führung) beachtlich, während Oberligist FC Hertha 03 bei Mainz 05 mit 1:7 (0:4) unterging. Torschütze des einzigen Berliner Treffers war Winkler (80.).

Von Rainer Fritzsche

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