13.08.2017

Starker Auftakt von Hertha

Für Berlins Bundesligisten Hertha BSC hätte der Start in die neue Saison besser kaum laufen können. Rund 40.000 Zuschauer freuten sich im Olympiastadion über eine starke Leistung ihrer Blau-Weißen, die gegen Borussia Dortmund mit 3:1 (0:0) den erhofften Auftaktsieg landeten. Nach halbwegs ausgeglichener erster Halbzeit drehten die Herthaner im zweiten Abschnitt auf und ließen den Dortmundern keine Chance. 

Entscheidend für die Steigerung der Berliner war die Maßnahme von Trainer Kuno Klötzer, den noch unerfahrenen Krämer bei Halbzeit in der Kabine zu lassen und dafür Kristensen zu bringen. Der Däne sorgte für Schwung und Ideen und war von der Dortmunder Abwehr nicht zu stoppen. Hinzu kam das frühe 1:0 durch Sidka nach Zuspiel von Granitza nur eine Minute nach Wiederanpfiff. Weiner (62.) erhöhte auf 2:0, erneut Sidka (74.) auf 3:0, ehe Kostedde kurz vor dem Abpfiff wenigstens noch der Ehrentreffer gelang. Neben Kristensen verdiente sich noch die gesamte Abwehr gute Noten, während Nationalspieler Beer unter seinen Möglichkeiten blieb. 


Eine Woche später unterlag Hertha BSC beim Deutschen Meister Borussia Mönchengladbach mit 1:2 (1:1), bot aber trotz der Niederlage eine beachtliche Leistung. Die Borussen bestimmten zwar das Geschehen auf dem Bökelberg, kamen auch auf 16:1-Ecken, doch die Gäste hielten kämpferisch dagegen und kamen auch zu einigen, zumeist von Kristensen initierten Angriffszügen. Die Führung von Wimmer (42.) glich Granitza zwei Minuten später aus, als Borussias Torsteher Kneib den nassen Ball nicht festhalten konnte. Bis kurz vor Schluss sah es so aus, als ob die Berliner das Remis über die Zeit bringen könnten, doch dann überlistete Bonhof mit wuchtigem Kopfball nach Freistoß von Wimmer Herthas Keeper Nigbur zum zweiten Male (86.). 

Ganz anders hatte sich dagegen Tennis Borussia nach dem Abstieg aus der Bundesliga den Auftakt in der 2. Liga Nord vorgestellt. Nach dem Sieg im DFB-Pokalspiel beim Zweitligakonkurrenten Hannover 96 hofften die Borussen auch auf mindestens einen Punkt im Auswärtsspiel bei Bayer Uerdingen. Doch weit gefehlt: Während bei den Berlinern nur wenig zusammenlief, kämpfte die Bayer-Elf um jeden Ball und gewann am Ende verdient mit 2:0 (1:0). Daran änderte auch nichts, dass beim Führungstor der Schütze Raschid klar im Abseits stand und das 2:0 aus einem (allerdings berechtigten) Foulelfmeter resultierte. 

Nur etwas besser lief es im zweiten Spiel gegen Alemannia Aachen. Nach früher Führung durch Neuzugang Kehr (4.) übernahmen die Alemannen die Initiative und nutzten die Lücken in der Berliner Abwehr konsequent. So drehten Montanes (16.) und Breuer (24.) mit ihren Toren die Partie bis zur Pause. Nach dem Wechsel wurde TeBe stärker. Die nur 5200 Zuschauer im Olympia­stadion mussten dennoch bis zur vorletzten Minute warten, ehe Berkemeier mit einem unhaltbaren 25m-Schuss wenigstens noch der Ausgleich gelang. TeBe rangierte damit nach zwei Spieltagen auf dem 16. Tabellenplatz. Allein noch ohne Verlustpunkt lag Bayer Leverkusen an der Tabellenspitze.

Von Rainer Fritzsche

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