10.09.2017

Sidka trifft zum Sieg

Nach einem durchwachsenen Saisonstart mit nur einem Sieg zum Auftakt gegen Borussia Dortmund warteten die Fans von Hertha BSC sehnsüchtig auf bessere Zeiten. Vor allem auswärts ließen die Leistungen zu wünschen übrig. Das sollte sich beim TSV 1860 München ändern. Vor 45.000 Zuschauern kamen die Blau-Weißen zu einem etwas glücklichen, aber nicht unverdienten 3:2 (2:1)-Erfolg.

Falter (22.) brachte die Münchener in Führung, Nüssing (42.) glich aus und der nach gut einer halben Stunde für Gersdorff eingewechselte Granitza traf mit dem Halbzeitpfiff zur Hertha-Führung. Einen umstrittenen Foulelfmeter nutzte Bie­rofka (67.) zum 2:2, doch zwei Minuten vor dem Abpfiff ließ Sidka mit einem abgefälschten 25-Meter-Schuss die Herthaner jubeln. Eine ganz starke Leistung bot der neben Kliemann in der Innenverteidigung aufgebotene Jochen Förster. 


Gut 30.000 Besucher sahen vier Tage später im Olympiastadion den 2:0 (1:0)-Erfolg der Herthaner gegen Eintracht Frankfurt. „Eine so famose Hertha-Mannschaft gab es seit Jahr und Tag nicht“, schwärmte die Fußball-Woche. Trainer Kuno Klötzer hatte eine Dreier-Abwehrkette aufgeboten, mit Kliemann auf der rechten Seite, Förster in der Mitte und Weiner auf links.

Diese Taktik sollte voll aufgehen, denn die Frankfurter, die vier Tage zuvor Meister Borussia Mönchengladbach 4:2 besiegt hatten, fanden keine Lücke in der Abwehr der Berliner, die durch Granitza (42.) in Führung gingen. Die Eintracht kam zwar im zweiten Abschnitt besser in Schwung, doch die Berliner gaben sich keine Blöße. Nüssing sorgte schließlich fünf Minuten vor dem Abpfiff für die Entscheidung. „Das habe ich in Berlin noch nicht erlebt. Die Zuschauer sind bei dieser großartigen spielerischen und kämpferischen Leistung begeistert mitgegangen“, freute sich Trainer Klötzer. Hertha verbesserte sich nach dem 6. Spieltag mit 7:5 Punkten auf den 8. Tabellenplatz. 

Auch bei Tennis Borussia gab es Grund zur Freude. Beim 3:0 (2:0)-Erfolg über die bis dato unbesiegte Elf von Union Solingen half Torsteher Träries zwar mit zwei kapitalen Fehlen nach, doch insgesamt boten die Borussen eine ordentliche Leistung. Stradt, Kehr (Kopfball nach Flanke von Schulz) und Schneider, ebenfalls per Kopf nach Vorlage von Kehr, erzielten die Tore vor gut 5.000 Zuschauern im Olympiastadion. 

Nur zwei (!) Tage später bestätigte TeBe vor 24.000 Besuchern die Formsteigerung beim 0:0 bei Spitzenreiter Preußen Münster. Torsteher Welz war bester Borusse in einer gut funktionierenden Elf, der kurz vor Schluss ein Foulelfmeter verweigert wurde.

Von Rainer Fritzsche

Kommentieren

Vermarktung: