Mein Fußball-Woche

20.04.2017

Sahins Schlenzer macht alles klar

GS im Beerwinkel (Jungen) und Schule am Falkplatz (Mädchen) sichern sich 43. Drumbo Cup

Siegerfoto zum Abschluss des 43. Drumbo Cup: Die Mädchen der Schule am Falkplatz und die Jungen der Grundschule im Beerwinkel posieren stolz mit allen Gratulanten. Foto: contrast

Lange lief die Grundschule im Beerwinkel unter dem Radar. Bei der Spandauer Bezirksendrunde war das Team von Ivan Assenov lediglich als Zweitplatzierter in die Final-Runde eingezogen. Am Ende führte an den Spandauern aber kein Weg vorbei: Im Finale der 43. Auflage des Drumbo Cup in der Sporthalle Charlottenburg siegten die „Beerwinkel“ am vergangenen Mittwoch über die Mendel-Grundschule mit 2:0. Damit sicherten sie sich erstmals in der Geschichte von Europas größtem Hallenturnier für Grundschulen den begehrten Pokal.

Im spannungsgeladenen Endspiel hatte Enes Gündüz eine sehenswerte Kombination bereits in der zweiten Minute zur Führung für den späteren Sieger abgeschlossen. Danach hatten die „Beerwinkel“ Glück, als Torhüter Kamil Sawicki einen Schuss noch von der Linie kratzte – ehe Deniz Sahin per Freistoß-Schlenzer den Sieg perfekt machte. Einen herausragenden Akteur gab es bei der Grundschule im Beerwinkel nicht – doch genau das war ihre große Stärke: Die Spandauer agierten sehr kompakt und geschlossen, zudem körperlich stark. Schier jeder Spieler war für einen Treffer gut.

In der Gruppenphase hatten noch andere Teams auf sich aufmerksam gemacht. Die Hermann-Boddin-Grundschule und die Linden-Grundschule etwa, die trotz guter spielerischer Ansätze nach Abschluss der Gruppenspiele sowohl punktals auch torgleich waren. Da auch der direkte Vergleich unentschieden ausgegangen war (1:1), musste ein Sechsmeterschießen über das Weiterkommen entscheiden. Und das hätte nervenaufreibender kaum sein können: Beim Stand von 4:4 trat Heidari Alireza zum fünften Schuss an. Hätte er verwandelt, wäre das Sechsmeterschießen zu Gunsten der Hermann-Boddin- Grundschule ausgegangen. Er lief an, zog ab – und schoss rechts am Kasten vorbei. Die Linden-Grundschüler jubelten bereits, als Schiedsrichter Bela Wiethüchter auf Wiederholung entschied – er hatte den Sechsmeter noch nicht freigegeben. Im zweiten Versuch netzte Alireza sicher ein. Die Linden-Grundschule war ausgeschieden.

„Ein packender Finaltag“

Bei den Mädchen holte derweil die Schule am Falkplatz den Cup – und das gleich bei ihrer ersten Teilnahme an der Endrunde überhaupt. Das Team um die ballsichere Emma Lamprecht stellte sich früh als spielstärkste Mannschaft heraus. Sie ließ erst im Halbfinale der Stechlinsee-Grundschule keine Chance, um sich dann im Endspiel gegen die Mary-Poppins-Grundschule die Krone aufzusetzen – in beiden Spielen blieb man ohne Gegentor.

„Unsere Gratulation gilt nicht nur den diesjährigen Drumbo-Cup-Gewinner- Mannschaften und -schulen, sondern
allen Cup-Teilnehmern! Schon in den Bezirken haben wir in den letzten Wochen großartigen Schulfußball erlebt,
und heute einen packenden Finaltag“, sagte André Nogat, Niederlassungsleiter für Privat- und Geschäftskunden der Commerzbank Berlin, die das Turnier organisiert und sponsert.

Während die Spiele der Jungen von drei Schiedsrichtern des Junioren-Leistungskaders geleitet wurden, amtierten
bei den Mädchenpartien erneut zwei Schüler der Heinrich-Böll-Oberschule. Mit zehn Mitschülern hatte das Duo im
Rahmen des Fußballprofils an der „Böll“ einen Schiedsrichter-Anfänger-Lehrgang durchlaufen und war bereits in den Bezirksvor- und -endrunden sowie bei der Final-Vorrunde aktiv – dafür gab es jeweils Noten. Am Finaltag kamen schließlich die beiden Besten zum Einsatz. Maximilian Wölfl

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