Mein Fußball-Woche

05.01.2014

Rixdorfer SV tritt unwürdig ab

Endrunde des Hallenturniers komplett – Hellersdorf mit weißer Weste

Die Endrunde des Hallenturnieres der Kreisliga B bestreiten am 7. Februar in der Sporthalle Charlottenburg Minerva 93, Concordia Britz II, Union 06 II, Sparta Lichtenberg II, Hellersdorfer FC und Stern Marienfelde II. Das Sextett setzte sich in der vergangenen Woche an den drei Zwischenrunden-Spieltagen durch. Bislang darf die Turnierleitung um Klassensprecher Olaf Schwenger, Cheforganisator Paul Brünig, Peter Neumerkel und Rainer Marks mit dem Verlauf des Turniers zufrieden sein.

Der Zuschauerzuspruch hielt sich bei freiem Eintritt zwar in Grenzen. Jeweils nur rund 100 Besucher verfolgten die einzelnen Gruppenspiele. Größere Zwischenfälle gab es aber nicht. Die Ausnahmen: Der Rixdorfer SV verließ im letzten Spiel das Parkett, weil er sich ungerecht behandelt fühlte (und vor dem Ausscheiden stand). Und nach dem Spiel Eichkamp/Rupenhorn gegen den ASV Berlin (es ging darum, wer Letzter werden würde), gerieten drei Spieler handgreiflich aneinander.

Gruppe G: Torwart Bekret stark

Mit Minerva 93 und Concordia Britz II kamen zwei Mannschaften weiter, die unterschiedlicher nicht hätten sein können: Minerva setzte auf starke Einzelkämpfer, die Britzer auf Geschlossenheit. Bei den Moabitern stand die Defensive nicht zuletzt dank Torwart Bekret glänzend (nur vier Gegentore in 50 Hallenminuten!) und vorne wirbelten Kahbakci (10 Turniertore) und Cirkovic (12). Dem hatten nur die Britzer etwas entgegenzusetzen – Geschlossenheit. Sie fügten dem Gruppensieger mit 2:0 die einzige Niederlage zu. Dabei vergab Minerva aber etliche Möglichkeiten. Concordia profitierte in der insgesamt ausgeglichenen Gruppe auch von Ausrutschern der Gegner. Gleich drei Mannschaften hatten am Ende sieben Punkte. Hätten die Traber im letzten Spiel Eintracht Südring II geschlagen, wären sie weitergekommen. Süden 09 hätte mit einem Sieg gegen die bereits (aufgrund des Torverhältnisses) qualifizierte Minerva ebenfalls die Endrunde erreicht. Die Traber, mit zwei Siegen gestartet, verspielten in den letzten beiden Partien das Weiterkommen. Gegen GW Neukölln II holte man ein 1:3 auf, führte dank Goalgetter Draheim mit 4:3 und vergab noch. Gegen Eintracht Südring II holte man ein 0:2 und ein 2:3 auf, aber es reichte nicht. Eine Enttäuschung war GW Neukölln II. Ein Rautenberg war halt zu wenig.

Gruppe H: MSV-Reserve schwach

Mit dem SC Union 06 II und Sparta Lichtenberg II qualifizierten sich in der Zwischenrunde H verdient die beiden stärksten Mannschaften für die Endrunde. Der SC Union 06 II zeigte vor allem in den letzten Partien gegen die direkten Konkurrenten Sparta Lichtenberg II und den Rixdorfer SV starke Nerven. Besonders gegen Rixdorf bewahrte die Mannschaft die Ruhe, als der Gegner anfing, mit sich selbst zu hadern und schließlich den Schiedsrichter als Schuldigen ausmachte. Die Folge waren tumultartige Szenen, die beim Spielstand von 2:0 für Union 06 II schließlich im Spielabbruch gipfelten, weil die Rixdorfer Akteure unter wilden Beleidigungen das Spielfeld vorzeitig verließen. Mit diesem Verhalten dürfte sich die Mannschaft unter den 70 Zuschauern sicher keine neuen Freunde gemacht haben.

Enttäuschend verlief die Zwischenrunde für den MSV II. Nachdem das Team von Trainer Becker in den letzten beiden Jahren im Finale stand, musste der MSV diesmal in der Zwischenrunde die Segel streichen. Becker ärgerte sich: „Das war ein ganz schwacher Auftritt.“ Sparta Lichtenberg II überraschte damit, den Coach der Berlin-Liga-Mannschaft des Vereins, Dragan Kostic, aufzubieten. Guido Seiffert, Coach der 2. Mannschaft, kommentierte Kostics Einsatz lapidar: „Er spielt, weil er kann und darf.“

Gruppe I: Viele Rote Karten

Vor- und Zwischenrunde absolvierte der Hellersdorfer FC ohne Niederlage. Das Team von Trainer André Garske musste in der Zwischenrunde lediglich gegen Germania 88 und Eichkamp-Rupenhorn die Punkte teilen. Die Stärke des HFC: sehr beweglich, schnell umschaltend, kaum ausrechenbar. Mit Bingöl, Müller und Lewandowski agierten drei Spieler herausragend. Stern Marienfelde kam nur langsam auf Touren. Da sich Spielertrainer Bräuer in der Vorrunde verletzt hatte, akquirierte man zusätzliche Akteure. Vor allem Ziesche schlug gut ein. Germania 88 scheiterte im letzten Spiel an den Marienfeldern. Das Team begann stark, zollte aber der mangelnden Physis Tribut. Ein Ersatzspieler und ein treffsicherer Akteur wie Wehbi reichten eben nicht aus. Treptow 49 war die einzige Mannschaft dieser Gruppe, die weniger als zehn Tore erzielte. Michael Juhnkes Truppe (der Coach spielte selbst mit) nutzte die gut herausgespielten Chancen nicht.

Enttäuschend trat die SG Eichkamp-Rupenhorn auf. Nur gegen Treptow kam man in Schwung, zumal Flentje gewohnt treffsicher war. Dann sorgten Undiszipliniertheiten für Unruhe. Neuzugang Alban schlug nach Schiri Flanderka und sah Rot. Den unrühmlichen Höhepunkt brachte das letzte Spiel gegen den ASV: Beide Teams waren längst ausgeschieden, da schubste nach Spielschluss Fehlberg den ASVer Burc Atsiz, der daraufhin mit der Faust zuschlug, ehe Oyan meinte, mitmischen zu müssen. Die Folge: dreimal Rot.

Ergebnisse und Tabellen des Kreisliga B-Hallenturniers

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Von Manuel Fernandes und Denis Roters

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