27.08.2014

Riese Roggentin ragt heraus

Trotz guter Leistung und reichlich Torchancen unterlag Aufsteiger Hertha 03 gegen bis dato punkt- und torlose Gäste aus Brandenburg 2:3. Erneut mussten die Zehlendorfer in einem Heimspiel Lehrgeld zahlen.

Die Hausherren hatten mehr vom Spiel. Warwel und Hortum gaben Ideen und betrieben einigen Aufwand. Nach herrlicher Vorarbeit von Obst brachte Cakmakci aus vier Metern das Spielgerät nicht an BSC-Rückhalt Roggentin vorbei (32.). Überhaupt sollte Kapitän Roggentin im weiteren Verlauf entscheidend werden. Auf der Gegenseite besorgte der aufgerückte Neu-BSCer Ziemann (kam von TeBe) mit einem herrlichen Schlenzer aus dem Nichts das 0:1. Der unerfahrene Keeper Samake sah dabei unglücklich aus.

Nach der Pause begann Hertha 03 mit neuem Mut. Zellner kam als zweiter Stürmer, Wirbler Hortum ging hinter die Spitzen. Per Doppelschlag drehten Mentes (per Elfer) und Hortum die Partie. Aber Hertha blieb hinten anfällig. Nach einem Standard hieß es plötzlich 2:2, weil Samake von der Linie kam, aber den Ball in der Luft nicht erwischte – Wajer köpfte ein. Dann rannten die Zehlendorfer in einen weiteren Konter und es hieß gar 2:3. Soviel Aufwand die Zehlendorfer in der Folge auch betrieben, es brachte nichts. Roggentin glänzte mehrfach, herausragend seine Reaktionen gegen Zellners Volleyschuss (64.) und Kopfball (81.). Dann vergaben Cakmakci und Zellner (68.).

Glücklich, aber nicht unverdient bezeichnete BSC-Coach Sven Thoß den Erfolg: „Gegen einen spielstarken Gegner haben wir in der zweiten Halbzeit wie in den ersten Spielen viel zu viel zugelassen. Aber wir haben als Mannschaft funktioniert und nach dem Rückstand die Ärmel hochgekrempelt. Kompliment.“ Trotz Heimpleite war Hertha-Trainer Timo Szumnarski nicht unzufrieden. „Die Oberliga ist kein Selbstläufer für uns, man sieht, dass wir ein Aufsteiger sind. Wir waren die bessere Mannschaft, haben aber zu viel liegen gelassen.“ Als Ursache sah Szumnarski nicht das Fehlen von Shuleta, sondern individuelle Fehler, ohne Namen zu nennen. „Es gibt keine Ausreden, zwei Tore müssen reichen. Die Gegentore waren klar zu verhindern.“

FC Hertha 03 – Brandenburger SC Süd 2:3 (0:1)

HERTHA: Samake – Özdal, Dombrowe, Kindt (78. Kim) – Mentes, Niroumand, Obst, Sinan (46. Zellner), Cakmakci – Warwel (86. Robben), Hortum.
BRANDENBURG: Roggentin – Ziemann, Mauersberger, Suchacek, Wajer – Lenz, Karaszewski, R. Görisch (72. Ronis), Quast – Eirich (72. Aslan), Bütterich (82. Meyer).
SR: Gaunitz (Leipzig) – z.Z.: 215.
TORE: 0:1 (40.) Ziemann, schließt Konter über Samake hinweg ins rechte Eck ab; 1:1 (49.) Mentes, Foulelfmeter (Bütterich an Obst); 2:1 (51.) Hortum, nach Mentes Zuspiel aus acht Metern, 2:2 (59.) Wajer, Kopfball nach Mauersberger-Freistoß; 2:3 (63.) Bütterich, bleibt nach Eirich-Pass vor Keeper Samake cool und trifft aus vier Metern.
GELBE KARTEN: Niroumand, Warwel, Obst – Suchacek, Karaszewski, Ziemann.
BESTE SPIELER: Mentes, Hortum – Roggentin, Suchacek, Ziemann, Bütterich.

Von Felix Ney

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