11.01.2015

Range Bau Cup: Bazar der Endspiel-Pechvogel

RB Leipzig gewinnt nach Neunmeterschießen den 11. Range Bau Cup

Turniersieger wurde RB Leipzig (am Ball Milutin Djordjevic), hier beim Halbfinalsieg gegen Dynamo Dresden (links Marcel Hänsel). Foto: JouLux

Die 11. Auflage des Range Bau Cups hat den elften Sieger: RB Leipzig setzte sich in einem spannenden Finale nach Neunmeterschießen gegen Energie Cottbus durch und erhielt neben dem Range Bau Wanderpokal einen 500-Euro-Scheck. Die Turnierleitung um Ronny Range und seinen Sohn Leroy sah überwiegend gute Spiele beim größten U-17-Turnier Deutschlands, das an den beiden Tagen gut 800 Zuschauer in den Rudolf-Virchow-Sportpark nach Marzahn lockte.

In den Vorrunden zeigte vor allem der Nachwuchs aus den neuen Bundesländern spielerischen Glanz und Effektivität. Immerhin kamen sechs der acht besten Mannschaften dieses Turniers aus dem Osten der Republik. Dabei hatte allerdings Hansa Rostock das Glück, dass Gruppenrivale Eintracht Braunschweig im letzten Spiel gegen den VfB Lübeck fünf Sekunden vor Schluss den Ausgleich kassierte und damit Platz 2 verspielte.

Vorjahressieger HSV konnte keine seiner ersten drei Partien gewinnen und wurde am Ende Zehnter, Hannover 96 (Rang 17) zeigte die konträrste Leistung: Am Samstag wurden alle fünf Partien verloren, am Sonntag alle vier Spiele gewonnen. Die erstmals angetretene Fußballakademie Südwest enttäuschte und ließ allenfalls im Spiel um Platz 23 (10:1 gegen die Auswahl von BW Mahlsdorf/Waldesruh) ihr Können aufblitzen. Von den Berliner Teams überzeugte einzig Tennis Borussia, doch im letzten Zwischenrundenspiel gegen Energie Cottbus verspielte man den Halbfinaleinzug.

Im ersten Halbfinale wurde der dänische Vertreter Vejle BK wie im Vorjahr Opfer seiner Nerven. Trotz 1:0-Führung ging man später gegen wie entfesselt auftrumpfende Cottbuser unter. Das zweite, rein sächsische Halbfinale, war dagegen ausgeglichen. Im Neunmeterschießen hatte Dynamo zweimal die Chance, mit dem nächsten Schuss ins Finale einzuziehen, doch sie scheiterten an Thorben Hoffmann, dem besten Keeper des Turniers.

Im Endspiel gingen die Leipziger, die bereits in der Zwischenrunde 2:1 gegen Cottbus gewonnen hatten, zweimal in Führung, doch Mehli Bazar glich zweimal aus, das 2:2 fiel 36 Sekunden vor Schluss in Überzahl. Ausgerechnet Bazar war jedoch zugleich der Pechvogel im Entscheidungsschießen: Während alle anderen fünf Schützen verwandelten, setzte er das Leder an die Latte. Leipzigs Coach, der auch in Berlin bekannte Sebastian Hoeneß (Sohn von Herthas Ex-Manager Dieter), freute sich über die Gesamtleistung seiner Mannschaft, die auch das nötige Quentchen Glück hatte. Nun können die Sachsen im nächsten Jahr beim 12. Range Bau Cup versuchen, als erstes Team ihren Titel erfolgreich zu verteidigen.

Von Sven Gusko

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