04.04.2017

Pazhwak wird zum Sechsmeterkiller

Drumbo Cup: Quentin-Blake-Europeschool gewinnt Bezirksendrunde in Steglitz-Zehlendorf

In Aktion: Theodorus Xydias (Scharmützelsee-Grundschule, am Ball) und Liam Hiot (Grundschule auf dem Tempelhofer Feld). Foto: contrast

Beim 43. Drumbo Cup der Commerzbank herrschte in der Vorwoche Hochbetrieb. In drei Bezirken standen die
Endrunden an; die beiden Erstplatzierten qualifizierten sich für die Final-Vorrunde Ende März.

Tempelhof-Schöneberg

Vier Spiele, drei Siege: Die Scharmützelsee-Grundschule hat sich, angeführt vom spielstarken Kian Todorovic, am vergangenen Montag den Sieg bei der Bezirksendrunde in Tempelhof-Schöneberg gesichert. Im Endspiel bezwang die Mannschaft um Lehrerin Gabi Vornberger die Grundschule auf dem Tempelhofer Feld mit 2:0 (Tore: Todorovic, Eren Han). Dabei war die Scharmützelsee-Grundschule in der Gruppenphase nur haarscharf an einem Ausscheiden vorbeigeschrammt: In der Gruppe L lagen mit der Scharmützelsee-Grundschule, der Grundschule auf dem Tempelhofer Feld und der Teltow-Grundschule alle drei Teams mit jeweils drei Punkten gleichauf. So musste die Zahl der erzielten Tore zur Entscheidungsfindung herhalten – und die Teltow-Grundschule, die die wenigsten Tore geschossen hatte, sich mit dem Spiel um Platz fünf begnügen. Im Semifinale gelang der Scharmützelsee-
Grundschule ein 2:0-Erfolg gegen die Finow-Grundschule. Im zweiten Überkreuzvergleich behielt die Grundschule auf dem Tempelhofer Feld im Duell mit der Spreewald-Grundschule die Oberhand (1:0). Bemerkenswert: Im gesamten Turnierverlauf gab es lediglich einen Zehn-Meter-Strafstoß.

Treptow-Köpenick

Treptow-Köpenick wird durch die Anna- Seghers-Schule und die Grundschule am Ginkobaum vertreten. Während
sich die Anna-Seghers-Schule durch einen 1:0-Erfolg im Halbfinale gegen die Müggelschlößchen-Grundschule für
die Final-Vorrunde qualifiziert hatte, bezwang die Grundschule am Ginkobaum die Schule am Berg mit 2:0. Im Finale triumphierte schließlich die Anna-Seghers-Schule – erneut mit der Minimalausbeute von 1:0. Auch bei der anschließenden Siegerehrung räumten die beiden Finalisten alles ab: Neben den obligatorischen Drumbo Cup-Shirts und Medaillen durften sich Christian Schüle (Grundschule am Ginkobaum) und Anton Sollte (Anna-
Seghers-Schule/4 Tore) über die Auszeichnung als bester Spieler bzw. bester Torschütze freuen.

Zehlendorf

Die Athene-Grundschule hatte im zweiten Halbfinale gegen die Grundschule am Insulaner soeben das 1:0 erzielt,
da entbrannten wilde Diskussionen am Spielfeldrand: Immanuel Neunteufel war der Treffer per direktem Freistoß gelungen. Davon ausgehend, dass Freistöße in der Halle durchweg indirekt ausgeführt werden müssen, ließen die Akteure der Grundschule am Insulaner den haltbaren Schuss ins Tor gehen. Doch die Youngster hatten die Rechnung nicht mit dem Regelwerk gemacht: Seit dem Vorjahr wird der Drumbo Cup nach vereinfachten Futsal-Regeln ausgespielt. Und dort gibt es sehr wohl direkte Freistöße. Die Partie endete schließlich 2:1 für die „Athene“ – umso schwerer wog der frühe Gegentreffer. Im anderen Überkreuzvergleich eliminierte die Quentin-Blake-Europeschool die Clemens-Brentano dank eines Doppelpacks von Obinna Ononuju durchaus verdient mit 2:1. Körperlich präsent und sehr diszipliniert erspielte sich das Team von Trainer Daniel Jess leichte Vorteile und setzte gezielt Nadelstiche. Dass die Clemens-Brentano aber überhaupt das Halbfinale erreicht hatte, war bemerkswert – die Lichterfelder waren ohne Auswechselspieler angetreten. Im Endspiel gri die Quentin-Blake-Europeschool in die Trickkiste und beordete im notwendig gewordenen Entscheidungsschießen kurzerhand den großgewachsenen Feldspieler Shahram Pazhwak zwischen die Pfosten – mit Erfolg: Der Sechstklässler hielt zwei Sechsmeter und sicherte seinem Team den Finalerfolg (6:5).


Maximilian Wölfl

Kommentieren

Vermarktung: