01.04.2013

Nike Premier-Cup: Herthas U 15 im Elfer-Pech

Dortmund gewinnt den Premier Cup und fährt nach Manchester

Die U 15 von Borussia Dortmund hat sich den Sieg bei der nationalen Endrunde des Premier Cups 2013 in Berlin gesichert. Als bestes U 15 Team Deutschlands reisen die Schwarz-Gelben im August nach Manchester und nehmen dort am Weltfinale mit Topteams von verschiedenen Kontinenten teil. Im Finale auf dem Kunstrasen im Olympiapark setzte sich der BVB in einem spannenden Spiel verdient mit 1:0 gegen den Hamburger SV durch. Die Westfalen bestimmten das Spiel über weite Strecken der 2x15 Minuten, sicherten sich den Turniersieg aber auf sehr kuriose Art und Weise.

Als alles bereits auf ein Elfmeterschießen hindeutete, blockte der Dortmunder Mittelfeldspieler Dzenis Burnic den Befreiungsschlag eines HSV-Verteidigers. Vom Bein Burnics prallte der Ball so glücklich ab, dass er unhaltbar für den Hamburger Schlussmann in der langen Ecke landete (29.). Schon zuvor hatte der BVB-Nachwuchs allerdings gute Chancen auf den Führungstreffer. Binias, Burnic und Kurt scheiterten jedoch an den eigenen Nerven oder am Lattenkreuz. Dortmunds Trainer Peter Wazinski war nach den dramatischen Schlussminuten natürlich hochzufrieden: „Das ist eine supergeile Sache für uns.“ Von der Reise zum Weltfinale nach England erwartet sich Wazinski eine ganze Menge. „Dort können wir uns mit den besten Mannschaften der Welt messen und ganz viel Erfahrung sammeln“, sagte der Siegertrainer.

Die Enttäuschung bei den unterlegenen HSV-Spielern war dementsprechend groß. Die Hamburger bekamen im Finale jedoch wenig Zugriff auf das Spiel und konnten auf das flüssige BVB-Spiel nur reagieren. Im Halbfinale hatten die Norddeutschen gegen Hannover 96 das Glück auf ihrer Seite gehabt. Nachdem ein Hannoveraner Stürmer den Ball aus wenigen Metern an die Unterkante der Latte geschossen hatte, traf HSV-Stürmer Demirovic in der Schlussphase zur Führung. In der Nachspielzeit erzielten die Niedersachsen den Ausgleich, der wegen einer knappen Abseitsstellung korrekterweise aberkannt wurde.

Unglücklich verlief das Turnier auch für Gastgeber Hertha BSC. Nachdem sich die Elf von Ante Covic mit nur zwei Punkten durch die Gruppe gezittert hatte, zeigten die Berliner im Viertelfinale gegen Dortmund eine gute Leistung. In einer Partie zwischen zwei spielstarken Mannschaften fielen jedoch keine Tore, so dass das Elfmeterschießen über den Halbfinaleinzug entscheiden musste. Hier bewiesen die Westfalen die besseren Nerven und sicherten sich einen knappen 5:4-Erfolg. Insgesamt war das Turnier trotz des schlechten Wetters ein voller Erfolg und lockte einige Zuschauer auf das Olympiagelände. Ein Highlight dieser Größenordnung hätte jedoch mehr Aufmerksamkeit verdient. Wenn das Turnier in Zukunft öffentlich angekündigt wird, kommen außer Eltern und Freunden vielleicht auch ein paar neutrale Zuschauer.

Von Julian Graeber

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