21.04.2014

Nike Premier-Cup: Herthas U 15 fährt zum Weltfinale

Spannender geht es wohl nicht – und viel glücklicher auch nicht. Beim Nike Premier Cup am vergangenen Wochenende musste viermal das Elfmeterschießen über Wohl und Wehe der U15 von Hertha BSC entscheiden. Viermal blieben die Berliner Sieger und gewannen schließlich das Turnier.

Bei prächtigem Fußball-Wetter trafen sich am Osterwochenende die besten U 15-Mannschaften Deutschlands auf dem Trainingsgelände von Hertha BSC, um den diesjährigen Sieger des Nike Premier Cups und damit den deutschen Vertreter für die internationale Endrunde dieses Wettbewerbs in Manchester auszuspielen. Berlins Vertreter Hertha BSC hatte das Ziel mit dem Turniersieg klar definiert, schließlich gilt Herthas C-Jugend als eine der besten in Deutschland.

Dennoch standen nicht alle Zeichen gut: Gleich sechs Spieler konnten entweder nur angeschlagen auflaufen oder gar nicht mitspielen. So war auch der Start in der Gruppe D etwas holprig. Sowohl gegen Schalke 04 als auch gegen 1860 München gelangen nur Unentschieden und so kam es auf das letzte Spiel gegen Nürnberg an, das die jungen Herthaner dann aber souverän mit 2:0 gewannen. Im Elfmeterschießen um den Gruppensieg konnten die Herthaner dann auch noch 1860 mit 8:7 bzwingen und so als Erster ins Viertelfinale einziehen.

Im Viertelfinale traf der VfL Bochum als Tabellenzweiter der Gruppe B auf Hertha. Die Berliner zeigten von Beginn an die reifere Spielanlage und kamen nach knapp zehn Minuten zu einem Foulelfmeter, den Florian Baak allerdings verschoss. Bei Bochum sah ein Spieler gleichzeitig Rot, der VfL lief in Unterzahl fortan nur hinterher. Allerdings fanden weder ein schöner Freistoß von Berkan Alimler noch ein Solo von Arne Meier den Weg ins Tor. Kurz vor Schluss kam – pünktlich zum Elfmeterschießen – Ersatztorwart Philip Schenkenberger in die Partie. Ein Wechsel, der sich auszahlen sollte. Schenkenberger hielt zwei Elfer, gleichzeitig trafen alle Herthaner vom Punkt, der Einzug ins Halbfinale war perfekt.

Dort trafen die Berliner auf Werder Bremen. Hertha kontrollierte das Spiel, hatte die besseren Chancen, schaffte es aber wieder nicht, die Partie in der regulären Spielzeit zu gewinnen. So kam es wieder zum Elfmeterschießen und dem nächsten Auftritt von Schenkenberger. Diesmal ging es aber auch ohne seine Hilfe. Bremens Manuel Mbom schoss vorbei, während die Herthaner wieder alle verwandelten.

Vor einer stimmungsvollen Kulisse im Amateurstadion kam es also zum Finale zwischen dem VfL Wolfsburg und Gastgeber Hertha BSC. Beiden Mannschaften merkte man die Strapazen der zwei Turniertage an. Es entwickelte sich ein Geduldsspiel. Zunächst wurde ein Tor der Herthaner wegen angeblicher Behinderung des Torwarts abgepfiffen, dann vergaben sowohl Baak als auch Nikos Zografakis gute Chancen. Es kam, was kommen musste: Philip Schenkenberger wurde eingewechselt und auch das letzte K.o.-Spiel der Herthaner sollte sich im Elfmeterschießen entscheiden.

Hier veredelte Schenkenberger seinen großen Auftritt: Wolfsburg letzter Schütze, der Ex-Herthaner David Nieland, scheiterte am Hertha-Torwart und Maximilian Storm verwandelte als letzter Herthaner. Der Nike-Cup war gewonnen und die Freude darüber nicht zu bremsen. Nur Trainer Pal Dardai blieb recht gelassen und mahnte: „Bis Manchester ist es noch ein Stück, die Jungs müssen sich weiterentwickeln.“

Von Sascha Hagemann

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