29.10.2014

Mann der Woche: Das Staakener Urgestein

Seit nunmehr elf Jahren schießt Erhan Bahceci vom Berlin-Ligisten SC Staaken Tore wie am Fließband

Trotz einer nicht gerade enormen Körpergröße von 1,78 Meter ist Erhan Bahceci kopfballstark. Darüber hinaus glänzt er mit einer hervorragenden Schusstechnik. Foto: JouLux

Am vergangenen Wochenende tat Erhan Bahceci mal wieder das, was er am besten kann: Beim 3:2-Sieg über den FC Internationale erzielte der 30-Jährige für den Berlin-Ligisten SC Staaken alle drei Treffer. Für die FuWo ist er damit der „Mann der Woche“.

Der SC Staaken ohne Erhan Bahceci? Eigentlich kaum vorstellbar. Seit nunmehr elf Jahren ist der Mittelstürmer für den Klub aus dem Randbezirk im Berliner Westen aktiv. Warum der mittlerweile 30-Jährige für den Berlin-Ligisten unverzichtbar ist, war am vergangenen Wochenende beim 3:2-Sieg über den FC Internationale mal wieder deutlich zu sehen. Alle drei Tore für die Staakener steuerte Bahceci bei und avancierte damit zum Matchwinner.

„In diesem Spiel ging es drunter und drüber“, erzählt Bahceci, dessen Ehrgeiz gegen den FC Internationale deutlich zum Vorschein kam. „Ich will einfach immer gewinnen“, sagt er. Dieser Siegeswille war es, der ihn zu einer Galavorstellung trieb. Bahceci brachte Staaken 1:0 in Führung – Inter glich aus. Bahceci brachte Staaken 2:1 in Führung – Inter glich erneut aus. Also musste Bahceci noch ein drittes Tor erzielen – und diesmal hielt der Vorsprung.

Durch sein Temperament gerät er schnell mal in Rage

„In Heimspielen ist Erhan immer besonders motiviert“, sagt sein Trainer Jörg Riedl. Kein Wunder, Bahceci spielt seit so vielen Jahren in Staaken, dass er den eigenen Zuschauern etwas bieten möchte. Das Urgestein des SC Staaken identifiziert sich voll und ganz mit dem Verein. Ambitionen, den Klub nochmal zu verlassen, hegt er nicht. „Ich bin 30 Jahre alt, habe zwei Kinder, was soll ich da noch wechseln?“, sagt Bahceci. In der Saison 2007/08 war er mal für ein halbes Jahr beim damaligen Oberligisten Spandauer SV, ehe er schleunigst nach Staaken zurückkehrte. „Hier fühle ich mich einfach am wohlsten.“

Mit Bahceci zusammen zu spielen, kann aber auch mal ungemütlich sein. „Er ist sehr temperamentvoll und gerät auch mal in Rage“, berichtet Riedel. So komme es manchmal vor, dass er seine Mitspieler lautstark kritisiert. „Das ist aber nie böse gemeint“, betont Riedel.

Freundin bestimmt Karriereende

15 Tore pro Saison seien von ihm immer zu erwarten, meint Riedel. In der laufenden Spielzeit hat Bahceci bereits neun Treffer auf seinem Konto, nur Michael Fuß von Tennis Borussia hat noch öfter getroffen (13). Wie viele Tore noch dazukommen? „Das ist mir nicht so wichtig“, sagt Bahceci. „Hauptsache, wir erreichen mit dem SC Staaken unser Ziel, einen einstelligen Tabellenplatz.“ Trumpft er ähnlich auf wie am Wochenende gegen Internationale, dürfte das zu schaffen sein.

Und wie lange schießt Erhan Bahceci noch seine Tore für den SC Staaken? Schließlich ist er mit 30 Jahren nicht mehr der Jüngste, in seiner Mannschaft ist einzig Florian Venz älter. Bahceci kann das nicht allein entscheiden: „Ich spiele noch so lange, wie meine Freundin mich lässt.“ Ein bisschen darf es schon noch sein, schließlich mag man sich den SC Staaken ohne Erhan Bahceci eigentlich kaum vorstellen.

AK

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