10.12.2014

Lange Hertha-Serie reißt in Magdeburg

A-Jugend: FC Viktoria 89 hat Anschluss ans Tabellenmittelfeld – TeBe siegt knapp in Dresden

Ein knapper Erfolg für die Jugend von Tennis Borussia bei Borea Dresden, ein Teilerfolg für die A des FC Hertha 03 beim Remis gegen Cottbus sowie ein toller Sieg für Viktoria 89 über Chemnitz erfreuten die Berliner Gemüter. Enttäuschung allerdings über eine weitere Niederlage für die B-Jugend von Hertha 03. Getrübte Stimmung auch bei Hertha BSC. Die 2. B und die C-Jugend hatten ebenso keinen Erfolg wie der BAK (A) und Viktoria (B).

A-Jugend

FC Hertha 03 – Energie Cottbus 0:0
HERTHA 03: Kagitci – Senninger, Lietz, Hopprich, Voigt – Orlos, Rötzscher (76. Samardzic), Drmac, Rohana – Agyei-Yeboah (60. Florentino-Blanco), Schleiff (46. Moghrabi).
Gegen den Tabellenführer wurde es das von den Zehlendorfern erwartet schwere Spiel. Nur bis zum Seitenwechsel erarbeitete sich Hertha Tormöglichkeiten; so vergab Drmac freistehend. Nach der Pause steigerte sich Cottbus, scheiterte allerdings an Torhüter Kagitci, dem besten Zehlendorfer Akteur. Seine Mitspieler überzeugten taktisch und kämpferisch und verdienten sich damit die Punkteteilung.

Hallescher FC – Berliner AK 3:0 (2:0)
BAK: Pankow – Karasu, Kettal, Polat, Aktas – Bektas, Bicen (59.Gevsek), Isikdaglioglu, Schröder (46. Özdemir) – Perktas (46. Richter), Cakir.
TORE: 1:0 (30.), 2:0 (34.), 3:0 (57.).
Beim spielerisch guten Beginn konnte Cakir zwei gute Torchancen zum Berliner Vorsprung nicht verwerten. In der Folge stellten sich in der BAK-Mittelreihe Fehler ein, die von Halle zweckmäßig konternd zur 2:0 Führung genutzt wurden. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Berliner Flachpassspiel auf allerdings holprigem Platz fruchtlos. Unterdessen wechselt BAK-Co-Trainer Beyhani Cakir ab sofort als Jugendkoordinator für das Großfeldfussball zum CFC Hertha 06.

Borea Dresden – Tennis Borussia 0:1 (0:0)
TEBE: Krause – Mastalerz, Adams, Stahl, Larsen (86. Wittur) – Amamoo, Sariboga, Aslan, Bokake-Befonga (78. Koutras), Aytan – Glindemann (60. Sarbanovic).
TORE: 0:1 (65.) Bokake-Befonga (FE nach Foul an ihm).
Spielerisch deutlich besser als Dresden überzeugten die Berliner von Trainer Dominik Reinhardt mit toller kämpferischer Einstellung. Vorbildlich dabei Bokake-Befonga sowie der kopfballstarke Verteidiger Stahl, der mit Übersicht die Abwehrreihe lenkte.

FC Viktoria 89 – Chemnitzer FC 2:0 (1:0)
VIKTORIA: Lüdtke – Peiler, Karim, Horn, Vetterlein – Tokgöz (89. Freitag), Aydin, Bozorgzadeh (73. Evren Özer), Keller (67. Yaylaci) – Beyazit, Eren Özer (57. Alkan).
TORE: 1:0 (13.) Bozorgzadeh, 2:0 (79.) Beyazit.
BESONDERES. 39: Lüdtke pariert Foulelfmeter von Becker (Chemnitz).
Erleichterung bei Trainer Hasan Keskin über den dritten Sieg. Gegen die favorisierten Sachsen war allerdings ein gehöriges Stück Arbeit zu bewältigen. Bei zwei unterschiedlich ausgerichteten Halbzeiten gehörte auch Glück zum Erfolg. Das fehlte allerdings nach dem 1:0. Eren Özer, Keller, Beyazit und Yaylaci versagten frei vor dem gegnerischen Tor und konnten keine frühzeitige Nervenberuhigung leisten. Zuvor scheiterten die Gäste unmittelbar nach Viktorias Führung am Pfosten. Glück und Können allerdings bei Torwart Lüdtke, der einen Elfmeter abwehrte. Für den versöhnlichen Schlusspunkt sorgte Beyazit, der eine Vetterlein-Vorlage zum 2:0-Endstand nutzte.

B-Jugend

Dynamo Dresden – Hertha BSC II 2:0 (1:0)
HERTHA II: Schenkenberger – Seemann (32. R. Techie-Menson), Hummrich, Storm, J. Techie-Manson – Krebs, Roczen, Dardai, Kade, Alimler (41. Abouchabake, 80. Stübing) – Mulack.
TORE: 1:0 (25.), 2:0 (73.).
Hertha lieferte durchaus ansprechenden, offensiv ausgerichteten Fußball. Nur die Chancenverwertung blieb unbefriedigend. Mulack traf den Pfosten und Kade scheiterte zweimal an der Latte. Individuelle Abwehrfehler führten dann zu zwei Dresdener Kontertoren.

1. FC Union – Rot-Weiß Erfurt 4:0 (3:0)
UNION: John – Budde, Oyss, Maloney (51. Basaran) – Bergmann, Günaydin, Dähnrich, Flach (72. Polat) – Zengler (57. Göth)), Kahraman, Schulz (62. Eifler).
TORE: 1:0 (11.) Schulz, 2:0 (18.) Zengler, 3:0 (40.) Zengler, 4:0 (57.) Schulz.
Mit Trainer Marko Schreck, aber ohne Christoph Liebich, der seiner Frau bei der Geburt des zweiten Sohnes Beistand leistete, überzeugte Union mit aktiver Offensive sowie sicherer Defensive. Erfurt suchte mit Freistößen den vergeblichen Weg zum Erfolg. Bei der Freude über den Familienzuwachs des Trainers gab es einen Berliner Wermutstropfen. Maloney musste mit Verdacht auf Gehirnerschütterung die Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus verbringen.

FC Hertha 03 – Energie Cottbus II 1:3 (0:2)
HERTHA 03: Dugonjic – Iraqi (41.Emir), Koulis, Gürleyen, Kajdomqaj – Rehfeldt, Fortino, Vafyadi (51. Vassiliadis), Wagner (41. Er) – Darwiche, Gayret (66. Karadeniz).
TORE: 0:1 (9.), 0:2 (29.), 0:3 (63.), 1:3 (75.) Gürleyen.
Cottbuser Freistoßtreffer und ein erfolgreicher Konter besiegelten die Zehlendorfer Niederlage. In der zweiten Halbzeit fanden die enttäuschenden Herthaner dank verbesserter Zweikampfführung zurück ins Spiel. Dabei kamen von Cottbus keine offensiven Initiativen mehr, zum Auswärtssieg reichte es dennoch.

FC Viktoria 89 – Chemnitzer FC 1:4 (0:2)
VIKTORIA: Koll – Zelosko (52.Assenbaum), Wobeser, Buchholz, Wendlandt (77. Kummerfeld) – Özdal (56. Jahn), Nas, Lange, Yildiz, Kerovay (52. Wolansky) – Yesilöz.
TORE: 0:1 (7.) 0:2 (26.), 0:3 (41.), 1:3 (51.) Özdal, 1:4 (55.).
Unumwunden erkannte Viktorias Trainer Aaron Müller die Niederlage an. Die Gäste agierten nach rascher Führung effektiv, bissig, und zweikampforientiert. Auch nach dem Seitenwechsel kassierte Viktoria einen schnellen Gegentreffer.

C-Jugend

1. FC Magdeburg – Hertha BSC 4:2 (2:1)
HERTHA: Wieland – Hofmann (27. Kimbyze-Kimby), Grätz, Stübing, Schulz – Kralle (31. Kougioumtzidis), Jastrzembski, Nerlich, Wolter – Abouchabaka, Braun (44. Blümel).
GELB-ROT: 65. Schulz (F).
TORE: 1:0 (10.), 1:1 (14.) Blümel, 2:1 (16.) (FE), 2:2 (58. ) Schulz, 3:2 (59.), 4:2 (61.).
Nach zwei erfolgreichen Jahren ohne Niederlage hat es Hertha BSC zum Jahresabschluss erwischt. Gastgeber Magdeburg traf immer zum richtigen Zeitpunkt das Berliner Selbstvertrauen bröckelte nach dem vierten Gegentreffer in der 61. Minute dahin.

Von Manfred Gräf

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