01.10.2014

Jan Nagel bricht den Bann

Der Viktoria bleibt in Halberstadt ein Erfolg versagt

Der VfB Germania Halberstadt hat die „Rote Laterne“ abgegeben. Mit einem 2:0-Erfolg über den FC Viktoria 89 schob sich die Hollerieth-Elf gleich um vier Plätze auf den zwölften Rang vor. Beiden Teams war die große Anspannung anzumerken.

Die Berliner erarbeiten sich in der Anfangsphase ein leichtes Übergewicht, die Heimelf agierte aus einer leichten Konterstellung. Vor allem die beiden Außenspieler Florian Beil und Jan Nagel sorgten immer wieder für Torgefahr und hatten in der Anfangsviertelstunde auch die ersten beiden Gelegenheiten. Auf Seiten der Gäste legte sich Caner Özcin das Leder bei einem vielversprechenden Konter zu weit vor (24.), wenig später rutschte Beil das Leder bei einer Direktabnahme über den Spann. Die letzte Möglichkeit vor der Pause war auf Seiten der Berliner, Rico Morack schoss jedoch über das Tor (36.).

Kurz nach Wiederanpfiff gleich die beste Chance der Viktoria: Nach schöner Einzelaktion von Fritsche klärte Carl-Christoph Labisch die Eingabe im letzten Moment (49.). Danach bekamen die Halberstädter aber zunehmend Oberwasser. Florian Beil setzte sich zweimal energisch auf der Außenbahn durch, trat aber unglücklich auf den Ball (53.) oder fand mit seiner Eingabe Gästekeeper Rickert. Die Hereinnahme von Christopher Kullmann belebte das Angriffsspiel weiter, nur eine Minute später gab er seinen ersten Torschuss ab (60.). Eine weitere Minute später fiel dann das Führungstor der Germania. Von Ivan Ristovski und Telmo Teixeira-Rebelo sehr gut vorbereitet, traf Jan Nagel schließlich zum 1:0. Kurz darauf nahm Trainer Hollerieth den zweiten Wechsel vor, auch dieser machte sich auf Anhieb bezahlt. Pascal Eggert zwang Keeper Rickert mit einem Distanzschuss zur Glanzparade.

Den folgenden Eckball platzierte Teixeira-Rebelo genau auf Kevin Nennhuber, der das Leder wuchtig einköpfte. Erst jetzt bäumte sich die Viktoria noch einmal gegen die drohende Niederlage auf, blieb aber ohne nennenswerte Chance. Auf der Gegenseite hätten Nennhuber (76.), Denny Piele (86.) und Eggert (88.) sogar noch erhöhen können. „Wir haben heute 2:0 gewonnen, drei Punkte geholt und sind alle erleichtert“, kommentierte Germania-Trainer Achim Hollerieth den wichtigen Sieg. „Jetzt können wir mit einem breiteren Brüstchen zur Union-Reserve nach Berlin fahren.“. Sein Trainerkollege Thomas Herbst sah seine Elf vor der Pause besser und um den Führungstreffer bemüht. „In solch engen Spielen muss man geduldig bleiben und die Fehler nutzen. Das ist uns heute nicht gelungen“, sagte der Viktoria-Coach.

Germania Halberstadt – FC Viktoria 89 2:0 (0:0)

HALBERSTADT: P. Nagel – Labisch, Meier, Buntschu, Dervishaj – Nennhuber – Beil, Teixeira (82. Piele), Wersig (59. Kullmann), J. Nagel (67. Eggert) – Ristovski.
VIKTORIA: Rickert – Lensinger, Morack, Schröder, Ahmetcik – Fritsche (69. Austermann), Ergirdi, Kruschke (63. Siakam-Tchokoten) – Özcin, Watzka – Yigitusagi (80. Stachnik).
SR: Rosenkranz (Plauen) – z.Z.: 450.
TORE: 1:0 (61.) J.Nagel, 2:0 (72.) Nennhuber.
GELBE KARTEN: Buntschu, Nennhuber, Labisch – Kruschke, Fritsche, Yigitusagi.
BESTE SPIELER: Ristovski, Teixeira, Beil – Lensinger.

Von Ingolf Geßler

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