Mein Fußball-Woche

15.03.2014

Gründung auf dem „Exer“

Auf dem „Exer“, dem Exerzierplatz auf dem Gelände des heutigen Jahn-Sportparks, gründete sich der Verein unter dem Namen „Berliner FC vom Jahre 1893“. In den frühen Jahren sorgten die Brüder Glöckner für sportliche Klasse.

Dem organisierten Fußball gegenüber aufgeschlossen, wurde der Verein schnell in den frühen Fußballverbänden Groß-Berlins Mitglied. Einer Zugehörigkeit zum Deutschen Fußball- und Cricket Bund (DFuCB) folgte mitten in der Saison 1897/1898 der Übertritt zur neu gegründeten „Meisterschaft des Nordens“. Dieser Verbund hielt jedoch nur eine Spielzeit. Am Tatendrang änderten diese „wilden“ Jahre mit ständig wechselnden Verbänden – im damals experimentellen Fußball eher die Regel als die Ausnahme – nichts.

Als Mitglied des Märkischen Fußball-Bundes ging man fortan auf Torejagd, zwischen 1904 und 1907 sogar erstklassig. Die beste Platzierung war ein vierter Rang (1905), ehe es nur zwei Jahre später in die zweite Spielklasse ging. Inzwischen hatte der Verein den „Exer“ verlassen und fand auf dem Sportplatz an der Lübarser Straße in Wittenau seine Heimat. Lediglich ein Jahr lang hielt die 1918 geschlossene Fusion mit Normannia 08 zur „Sportvereinigung Normannia vom Jahre 1893 Berlin“.

Nachdem 1933 die Arbeitersportvereine verboten worden waren, schloss man sich Borussia 02 Berlin an. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges hieß der Verein „Eintracht-Borussia vom Jahre 1893“. Wie alle Vereine in Berlin wurde auch Eintracht-Borussia 1945 aufgelöst und gründete sich als SG Nordring neu. 1948 nahm man kurzzeitig wieder den Vereinsnamen Eintracht-Borussia vom Jahre 1893 an. Mit Gründung der DDR erfolgte aber die Rückbenennung zum noch heute gültigen Namen SG Nordring. Der Verein spielte nun ausschließlich unterklassig. Aktuell ziert die 1. Mannschaft der SG Nordring in der Kreisliga A, 4. Abteilung, das Tabellenende.

Von Denis Roters

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